Monat: November 2016

Leuchtende Eichelhütchen

Theoretisch gesehen ist Weihnachten nicht mehr allzu weit entfernt. Praktisch betrachtet bin ich noch nicht mal richtig im Herbst angekommen – das muss an dem wunderschönen, sonnigen September liegen, den wir in diesem Jahr hatten. Aber Vorsorgen schadet ja nicht. Bald beginnt die Adventskranz-Saison und überhaupt kann so ein bißchen weihnachtlicher Glanz hier und da nicht schaden. Die hier vorgestellte Idee hatte ich letztes Jahr auf einem Herbstspaziergang. Unter einer alten Eiche lagen Unmengen Eichelhütchen an denen ich nicht vorbeigehen konnte. Ohne zu wissen, was genau ich damit anstellen würde, nahm ich ein paar mit…

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Die Eichelhütchen müssen trocken und sauber sein. Mit einer Gemüsebürste lassen sich Sand- und Erdreste gut entfernen. Wurmstichige Exemplare bitte gleich aussortieren. Dann mit einem feinen Pinsel und goldener Acrylfarbe die Innenseiten der Hütchen bemalen und trocknen lassen. Damit die Farbe gut deckt sollten zwei Durchgänge reichen. Die Hütchen lassen sich wunderbar in Gestecke und Kränze einarbeiten. Aber auch ganz pur, z. B. in eine Schale oder ein Tablett mit Kerzen gegeben, verfehlen sie ihre dekorative Wirkung nicht. Natürlich kann man die Hütchen auch mit jeder anderen Farbe bemalen. Silber, Kupfer oder andere Metallic-Töne sind in der glanzvollen Weihnachtszeit aber besonders schön anzusehen.

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Kale Chips

Kale Chips, also knusprige Chips aus Grünkohl, sind schon vor einiger Zeit als Food-Trend aus den USA zu uns rübergeschwappt. Die gesunde Knabberalternative findet man mittlerweile sogar im gut sortierten Biomarkt (wenn auch relativ teuer). Da ich die Idee grundsätzlich interessant finde, wollte ich mich schon länger mal daran ausprobieren. Allerdings habe ich es immer wieder aufgeschoben, denn von Haus aus reizen mich pikante Knabbereien nicht besonders (Glück gehabt!). Kartoffelchips, Käsegebäck und Co. gehen an mir vorbei. Dafür werde ich aber bei Süßem schnell schwach. Wie dem auch sei: Es ist November. Das bedeutet Grünkohlzeit. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr.

Die meisten Rezepte für Kale Chips, die ich gefunden habe, fügen dem Kohl außer Olivenöl, Salz und Pfeffer nicht viel hinzu. Das war mir ein bißchen zu pur. Wennschon, dennschon, dachte ich und habe zwei Marinaden für Kale Chips entwickelt, die geschmacklich keine Wünsche mehr offen lassen. Die erste Version ist sehr kräftig und auch ein wenig scharf, die zweite etwas milder und zitronig-frisch. Beide basieren auf Olivenöl und Cashewmus.

Für etwa 250 Gramm Grünkohl (inkl. Strunk) habe ich aus 4 EL Olivenöl, 2 EL Cashewmus, 1 TL Chilisalz, 1TL Honig (oder ein pflanzliches Süßungsmittel für Veganer), 1/2 TL Paprikapulver und einer sehr fein zerdrückten kleinen Knoblauchzehe eine Marinade hergestellt.

Für die zitronige Version kommen auf ca. 250 Gramm Grünkohl (inkl. Strunk) 4 EL Olivenöl, 2 EL Cashewmus, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 1 TL Salz2 EL frischer Zitronensaft, der Abrieb einer halben bio Zitrone, 1 TL Honig (oder ein pflanzliches Süßungsmittel für Veganer) und 1/2 TL Kurkuma, sowie eine halbe Knoblauchzehe (sehr fein zerdrückt).

Es empfiehlt sich, die Marinade kurz abzuschmecken. Geschmäcker sind verschieden und gerade die Salztoleranz kann von Mensch zu Mensch stark variieren.

Den Kohl gut waschen und in mundgerechten Stücken vom Strunk reißen. Danach mit einem Küchenhandtuch trocken tupfen. Die Kohlstücke nun zur Marinade geben und beides gut vermischen. Am besten macht man das mit den Händen (dünne Handschuhe tragen, wenn man die intensive Soße nicht an den Fingern haben möchte!). Beim Mischen die Blätter immer auch ein wenig kneten und drücken damit sich die Marinade gut in den krausen Blättern verteilt. Anschließend den Kohl auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.

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Die Blätter gut auf dem Blech verteilen! Je vereinzelter sie liegen, desto weniger verkleben sie miteinander und werden  somit knuspriger. Das Blech kommt dann in den vorgeheizten Ofen. Grundsätzlich gilt, dass die Chips mehr trocknen sollen als backen. Ich habe dennoch den Herd (Umluft) auf 220 Grad hochgeheizt. Nachdem das Blech im Ofen war, habe ich die Temperatur deutlich runtergeregelt und die Chips etwa alle 5 Minuten gewendet. Nach 18 Minuten waren sie knusprig. Jeder Ofen reagiert ein wenig anders und man sollte – gerade beim ersten Versuch – darauf achten, dass nichts verbrennt. Durch das Nussmus haben meine Chips eine leichte Bräune gekommen.

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Sie haben super geschmeckt und insgesamt war das ein wirklich sehr gelungener Snack. Ich werde es bei Gelegenheit definitiv wieder machen.

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