Monat: September 2017

Bratquitte mit Streuseln

Es ist Quittenzeit und nachdem ich letztes Jahr bereits mein Quittenbrot hier vorgestellt habe, gibt es auch 2017 wieder ein leckeres Rezept mit meiner Lieblingsfrucht: Bratquitte mit Butterstreuseln und Vanillesauce. Mmmm – ein Fest für die Sinne. Im Ofen weich gegart, steht die leicht exotisch schmeckende Quitte dem Apfel in gar nichts nach. Nein, im Gegenteil. Ihr elegant-fruchtiger Geschmack ist mal etwas ganz anderes als der ewige Bratapfel und kam bisher bei allen gut an. Auch Veganer werden mit diesem Rezept glücklich, denn die verwendete Butter lässt einfach durch Pflanzenmargarine ersetzen.

Für 4 kleine Portionen benötigt man:

Für die Bratquitten:

  • 2 größere Quitten
  • 3 EL Zitronensaft
  • 4 EL Rohrohrzucker
  • 4 EL Rum
  • 1 TL Zimt
  • 4 EL Quittengelee
  • ein kleines Stück Butter (oder Margarine) für die Butterflöckchen

Für die Streusel:

  • 50 Gramm weiche Butter (für eine vegane Variante einfach Pflanzenmargarine verwenden)
  • 100 Gramm feines Weizen- oder Dinkelmehl
  • 50 Gramm Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz

Dazu:

  • Vanillesoße oder Vanilleeis (kann man auch wunderbar selbst herstellen – Rezept hierzu folgt)

Die Quitten hälfteln und das Kerngehäuse mit einem Messer oder besser einem scharfen Löffeln entfernen. Das ist die aufwendigste Arbeit mit der Bratquitte, denn das Kerngehäuse meiner Lieblingsfrucht ist wirklich sehr, sehr hart. Die Quittenhälften schälen (mache ich bewusst erst nach dem Aushöhlen, da die Schale der Frucht Stabilität gibt und beim Entfernen des Gehäuses oft Kraft gefragt ist – die Quitte bleibt so vor dem Zerbrechen besser geschützt). Direkt nach dem Schälen mit dem Zitronensaft bepinseln. Aus Zucker, Rum, dem Quittengelee und Zimt eine Marinade herstellen und diese in eine feuerfeste Form geben. Die Quitten darauf betten und sie gut mit der Marinade bestreichen. Nun auf jede Quitte eine große Butterflocke (oder Margarine) setzen und bei 180 Grad für ungefähr 40 Minuten im vorgeheizten Ofen weich garen. Die Quitten zwischendurch regelmäßig mit dem heißen Sud bestreichen, der sich in der Form bildet. Übrigens: Der verwendete Quittengelee wurde aus dem Kochwasser der Quitten zubereitet das letztes Jahr bei der Zubereitung des Quittenbrots angefallen ist. Dieses lässt sich ganz fix zu einem aromatischen Gelee einkochen.

Für die Streusel Butter (oder Margarine), Mehl, Rohrohrzucker und Salz mit den Händen zu einem mürben Streuselteig verarbeiten und erst ca. 10  Minuten vor Ende der Garzeit über die Quitten geben. Goldbraun backen und noch warm mit kalter Vanillesoße oder Vanilleeis servieren.

Gelbe Orchidee

Dieses Bild ist ebenfalls von 2006. Die Maße betragen 20 x 30 cm.

 

Jetzt Blumensamen sammeln

Es ist Ende September und die bunte Blumenmischung, die ich im Frühjahr gesät habe, hat mittlerweile großflächig Samenstände angesetzt. Eine gute Zeit um sich einen Vorrat für die Blumenwiese im kommenden Jahr anzulegen. Die Ernte ist wirklich sehr einfach. Korn- und Ringelblume, Mohn, Buchweizen, Leinsamen, Kapuzinerkresse, Malven, Tagetes, Schmuckkörbchen, Zinnien, Dost, Trichterwinde, Phacelia, Löwenmäulchen – sie alle haben jetzt Samen ausgebildet, die man mühelos ablesen kann.

   

Nach der Lese bewahre ich die Samen einige Tage lang, auf Küchenkrepp gebettet, an einem warmen Ort auf. Dann gebe ich sie in ein Schraubglas und lagere sie bis zum Frühjahr an einem dunklen Ort. Vor der Einlagerung solltet ihr nochmal überprüfen, ob die Samen auch wirklich trocken sind. Feuchtigkeit bedingt leider Schimmelbildung und das würde sie unbrauchbar machen. Auch solltet ihr die Samenmischung nicht zu warm lagern. Unter 10 Grad Celsius Raumtemperatur sind ideal.

Veganer Glasnudelsalat

Der Glasnudelsalat ist eigentlich eines meiner typischen Sommergerichte. Der Sommer ist mittlerweile zwar dem Herbst gewichen, aber das Rezept möchte ich dennoch schnell mit euch teilen. Bei warmen Temperaturen ist so ein kalter Glasnudelsalat natürlich besonders erfrischend. Aber er schmeckt auch bei Nebel und fallendem Herbstlaub. Ich mag an dieser Variante besonders den vielen frischen Koriander – der gibt Energie und vitalisiert spürbar.

Zutaten:

  • 200 gr. Glasnudeln (aus Mungbohnen)
  • 100 gr. fester Räuchertofu in feine Scheiben geschnitten
  • ca. 70 gr. TK-Erbsen
  • 1 große Möhre
  • 1 Sträußchen frischer Koriander
  • frische rote Chilischote
  • Sesam- oder Distelöl zum anbraten
  • 150 ml Sojasauce
  • ca. 100 gr. Erdnüsse
  • 1 großes Stück frischer Ingwer
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 1 bio Zitrone
  • 3 große Frühlingszwiebeln
  • Sesam
  • nach Belieben: Salz und Agavendicksaft

Die Glasnudeln nach Anleitung garen. Währenddessen aus 150 ml Sojasauce, der sehr fein gehackten frischen Chilischote, geriebenem frischem Ingwer, 4 EL Zitronensaft (inkl. Abrieb von 1/2 Zitrone), und der fein zerkleinerten Knoblauchzehe die Marinade herstellen (evtl. mit Salz und Agavendicksaft abschmecken). Die Glasnudeln auskühlen lassen und gut abgetropft mit der Marinade vermengen.

Unterdessen den Räuchertofu in kleine Scheiben schneiden und in heißem Sesamöl knusprig braten. Anschließend die Erdnüsse (ich habe eine Mischung aus Erdnüssen, Cashews und Mandeln verwendet) in der Pfanne anrösten. Während Tofu und Nüsse abkühlen, die Karotte in kleine Würfel schneiden, die Erbsen auftauen und das Sträußchen Koriander grob hacken. Erbsen, Möhren (feine Paprikastreifen machen sich ebenfalls gut dazu) und die in feine Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln unter den Glasnudelsalat mischen und mit durchziehen lassen. Kurz vor dem Servieren Tofu, Nüsse, Sesam, Frühlingszwiebeln und Koriander dazugeben und gut unterheben. Nach Belieben mit Sojasauce, etc. nachwürzen.

Bon appétit!

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