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Number Cake mit Vanillecreme und Erdbeeren

Seit ich zum ersten Mal im Internet über ein Bild dieses unglaublich schönen Kuchens gestolpert bin, wollte ich unbedingt mal einen backen: Einen Number Cake. Für so ein Kunstwerk braucht es allerdings schon einen besonderen Anlass und der fand sich letzte Woche in einem 80. Geburtstag. Da das Geburtstagskind Erdbeeren mag und die Saison langsam beginnt, entschied ich mich für eine Füllung aus frischen Erdbeeren. Und was passt perfekt zu Erdbeeren? Richtig! Vanille und Mascarpone! Die Kombination hat wirklich klasse geschmeckt und ich bin immer noch ganz verliebt in das Ergebis 😍

  

Um den Number Cake optisch noch aufzuwerten, habe ich ein paar Tage zuvor Baiser-Krönchen hergestellt. Beim Konditor meines Vertrauens erstand ich dann noch Erdbeer- und Kir-Royal-Trüffel, da sie optisch wunderbar zum Kuchen passten. Auch ein paar Macarons durften nicht fehlen und glücklicherweise hatte eine örtliche Konditorei welche im Angebot. Die Himbeer- und Vanillemacarons, die ich verwendet habe, sahen zwar wunderhübsch aus, trafen aber überhaupt nicht meinen Geschmack. Der pure Zucker. Es ist immer noch schwierig, in Deutschland gute Macarons zu bekommen. Wahrscheinlich werde ich mich deshalb als nächstes an Macarons ausprobieren Facebook Smiley lachen Aber kommen wir zurück zum Number Cake. Folgende Zutaten habe ich dafür verwendet:

Für die Keksböden:

  • 800 g feines Dinkelmehl
  • 4 bio Eier
  • Abrieb von 1/2 bio Zitrone
  • 300 g Rohrohrzucker
  • 500 g kalte Butter
  • 1 gute Prise Salz

Für die Vanille-Mascarponecreme:

  •  3 Päckchen Bourbon-Vanillezucker (oder selbstgemachten Vanillezucker)
  • ca. 150 g Puderzucker (nach Belieben)
  • 200 ml Sahne (steif geschlagen)
  • 1 Prise Salz
  • 750 g Mascarpone
  • Zitronensaft von 1/2 Zitrone
  • 1 Päckchen Vanillepudding
  • 200 ml Milch
  • Agar-Agar (oder anderes pflanzliches Geliermittel) für 500 ml Flüssigkeit

Für die Erdbeerfüllung und die Deko:

  • 500 g frische Erdbeeren (am besten aus Deutschland)
  • 200 g frische Himbeeren
  • Baiser-Krönchen
  • Erdbeer-Trüffel
  • Kir-Royal-Trüffel
  • Macarons (farblich passend)
  • Himbeer-Schokolade
  • Zuckerperlen
  • essbare (!) Blumen (ich habe Rosen- und Erdbeerblüten sowie Nelken verwendet)
  • essbares rotes Farbpulver (ich habe Farbspaß von Biovegan verwendet)

Zunächst einmal müssen die riesigen Butterkekse gebacken und in die Form einer großen Zahl gebracht werden. Am besten, ihr bereitet euch dafür eine Vorlage aus Papier vor und schneidet die Zahl(en) dann aus. Ich hatte meine Zahl freihändig aufgemalt, aber mit dem Computer ist das natürlich auch möglich. Jede meiner Zahlen war ungefähr 40 x 22 cm groß. Insgesamt habe ich vier Zahlen benötigt. Beachtet auch unbedingt, dass ihr für diesen Kuchen genügend Vorlaufzeit einplant! Kekse und Vanillecreme empfehle ich bereits am Vorabend vorzubereiten!

Aus den Zutaten für die Keksböden einen homogenen Teig kneten (Butter dafür am besten in kleine Stücke schneiden). Den fertigen Teig im Kühlschrank ein paar Stunden ruhen lassen. Anschließend die Hälfte des Teiges etwa 1 cm dick (eher dicker als dünner) ausrollen und mit Hilfe der Papiervorlage die Zahl ausschneiden. Anfallende Teigreste wieder unterkneten und weiter geht´s mit der nächsten Zahl:

 

Bei 150 Grad habe ich die Kekse langsam durchgebacken. Bei mir hat das ungefähr 20 Minuten gedauert, aber jeder Ofen ist da anders. Habt unbedingt ein Auge darauf – die Kekse sollten nicht zu dunkel werden.

Sind die Kekse gebacken und am auskühlen, könnt ihr schon mal die Vanillecreme vorbereiten. Dazu die Mascarpone gleichmäßig mit Puderzucker und Salz vermischen. Darunter die steif geschlagene Sahne heben. Beiseite stellen. Nun das Puddingpulver mit dem Bourbon-Vanillezucker mischen und die Milch in einen kleinen Topf geben. In der kalten Milch das Agar-Agar auflösen und unter Rühren erhitzen. Beginnt die Milch zu kochen, schnell das Puddingpulver hinzugeben, gut umrühren und erneut kurz aufkochen lassen. Dabei sollten sich keine Klümpchen bilden – alles muss zügig geschehen. Den noch heißen Pudding schnell zur Mascarpone hinzugeben und alles gleichmäßig miteinander verrühren. Zum Schluss den Zitronensaft dazu geben und die Creme kaltstellen.

Sind Kekse und Creme vollständig ausgekühlt, kann mit dem „Zusammenbau“ des Kuchens begonnen werden. Dazu zunächst 400 g Erdbeeren waschen und in feine Würfelchen schneiden. Dann die Creme in einen Spritzbeutel mit 8 mm Lochtülle füllen. Den unteren Keksboden habe ich mittig leicht mit Vanillecreme bestrichen (damit die Erdbeeren nicht zu schnell den Boden durchweichen). Dann jeweils am Innen- und Außenrand der Kekse bündig Vanillecreme-Tupfen setzen:

Die Aussparung in der Mitte mit den Erdbeer-Würfelchen füllen:

 

Nun den zweiten Keks darauf setzen und diesen komplett mit Vanillecreme verzieren:

Nun kommt das Schönste: Die Dekoration 🌸🍓 Dafür habe ich mir zunächst ein paar Schöne Erdbeeren halbiert und mit den restlichen Erdbeer-Würfelchen auf dem Kuchen platziert:

Auch so schon ganz hübsch, was? Als nächstes habe ich die Himbeeren arrangiert und dann Trüffel, Macarons, Schokolade und Baiser. Zum Schluss kamen Zuckerperlen, Farbpulver und natürlich die Blümchen.

Er hat super geschmeckt, lange gehalten und war definitiv ein Highlight! Nachahmung dringend empfohlen!

Deko-Baiser, natürlich gefärbt

Ihr Lieben, ich habe mal wieder Baiser gemacht. Nächste Woche versuche ich mich an meinem ersten Number Cake und dachte mir, dass sich so ein paar hübsche Baiser-Stücke wirklich gut darauf machen würden.

 

Ich habe gleich ein paar mehr gemacht und sie im Ofen durchtrocknen lassen – so habe ich welche auf Vorrat. Das Rezept ist ganz einfach. Ich habe es bereits bei der Schokoladentarte mit Himbeeren und Himbeerbaiser beschrieben. Diesmal habe ich es mir allerdings einfacher gemacht und zum Färben ein natürliches Farbpulver von Biovegan in den Farben Rot und Lila verwendet.

Nachdem die Baisermasse fertig ist, einfach ein paar Löffel abnehmen und in unterschiedliche Schüsseln aufteilen. Dann das Farbpulver in unterschiedlicher Stärke dazugeben und gut mit der Baisermasse vermischen. Verschiedene Farben löffelweise in den Spritzbeutel (Sterntülle) geben und nach Lust und Laune große, kleine, spitze und flache Baiserstücke aufspritzen. Ein paar weiße Baiserspitzen habe ich vor dem Backen noch mit etwas reinem Farbpulver bestreut. Und auch ein paar hitzefeste Zuckerperlen durften nicht fehlen. Bei 50 Grad sind die Baiserstücke dann zwischen 45 Minuten und 1,5 Stunden (je nach Größe) im Ofen gewesen (mittlere Schiene). Sind sie nicht hübsch geworden? 💗

Schokoladentarte mit Himbeeren und Himbeerbaiser

Darf es mal etwas aufwendigeres für die Kaffeetafel sein? Ein echter Hingucker – vielleicht auch als Mitbringsel für die nächste Geburtstagsfeier? Wie wäre es mit dieser wunderhübschen Tarte…

 

Ist das Hemmnis, das Kunstwerk anzuschneiden, erstmal überwunden, kommt zu dem optischen Wow-Effekt auch noch der geschmackliche hinzu. Die säuerlich-fruchtigen Himbeeren und die süße, herbe Schokoladenganache ergänzen sich hervorragend! Das Rezept möchte ich euch nicht vorenthalten:

Für eine Tarte von 28 cm Durchmesser, sowie zusätzlich zwei von 10 cm Durchmesser, habe ich folgende Zutaten benötigt:

Für den Mürbeteig:

  • 250 gr. weiche Butter
  • 100 gr. Puderzucker
  • 1 gute Prise gemahlene Bourbon-Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 450 gr. helles Weizenmehl
  • evtl. etwas kaltes Wasser
Für die Schokoladenganache:
  • 200 ml. Schlagsahne
  • 250 gr. gehackte dunkle Schokolade (mit Kakaoanteil über 70 %)
  • 3 EL Puderzucker
  • 2 EL Butter
  • etwas Rum oder Schokoladenlikör
Für das Baiser:
  • 2 Eiklar
  • 50 g Kristallzucker
  • 1 Prise Salz
  • Puderzucker
  • etwas Himbeerfruchtmark
Für den Belag:
  • ca. 750 gr. frische Himbeeren
  • Zitronenmelisse zum Garnieren
  • etwas Puderzucker

Die Zutaten für den Mürbeteig zu einem geschmeidigen Teig verkneten und in Plastikfolie (oder einem luftdichten Behälter) im Kühlschrank für ein paar Stunden ruhen lassen. Sollte der Teig nicht geschmeidig genug sein, eine kleine Menge kaltes Wasser hinzufügen. Danach den Teig ca. 0,5 cm dick ausrollen und die Tarteformen damit auskleiden. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Bei 200 Grad backen, bis der Tarteboden eine schöne, gold-gelbe Farbe angenommen hat (ca. 15 Minuten).

 

Während der Boden auskühlt, kann schon mal die Ganache vorbereitet werden. Dazu die Sahne aufkochen und – leicht abgekühlt – über die gehackte Schokolade gießen. Mit einem Schneebesen zu einer homogenen Creme verrühren. Butter, Puderzucker und Alkohol hinzufügen und erneut gut verrühren. Anschließend die Ganache in die ausgekühlten Tartes gießen und bei Zimmertemperatur 3 – 4 Stunden festwerden lassen.

Während die Schokotarte auskühlt, bereiten wir das Baiser vor. Hierfür das Eiklar mit Salz und Kristallzucker über dem Wasserbad aufschlagen. Wenn sich alles gut verbunden hat, vom Wasserbad nehmen und mit dem gesiebten Puderzucker sehr fest aufschlagen. Wenn eine feste Masse entstanden ist, die steife Spiten zieht, dann ist die Baiser-Masse fertig.

Da ich kein Freund von künstlicher Lebensmittelfarbe bin, habe ich mein Baiser teilweise mit Himbeermark eingefärbt. Dazu ein paar Himbeeren zerdrücken und durch ein Sieb passieren. Das entstandene Himbeermark im Spritzbeutel verteilen. Anschließend die Baisermasse einfüllen und mit einer sternenförmigen Tülle kleine Spitzen auf ein mit Backpapier belegtes Blech dressieren:

 

Bei 90 Grad im vorheizten Ofen ca. eine Stunde trocknen. Auskühlen lassen.

Nachdem Baiser und Tarte abgekühlt sind, die Tarte mit Himbeeren, Baiser und Zitronenmelisse dekorieren. Kurz vor dem Servieren das Ganze leicht mit Puderzucker abpudern. Fertig!

Übrigens: Das Rezept lässt sich sehr gut variieren. Man kann z. B. viele kleine Minitartes anstatt einer großen backen oder einzelne Stücke portionieren und mit anderem Obst belegen:

Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt!

 

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