Autor: viola (Seite 1 von 17)

Rübli-Törtchen mit Marzipaneiern 🥕🥚

Ostern steht vor der Tür und ich habe letztes Wochenende bereits dieses tolle Rübli-Törtchen im Naked Cake-Stil mit Frischkäse-Frosting kreiert. Besonders hübsch wurde das Törtchen durch die selbstgemachten Marzipaneier – gefärbt mit selbstgemachter Pflanzenfarbe aus Rote Bete, Kurkuma und Rotkraut…

Eine hübsche kleine Sünde, meine Rüblitorte mit Frischkäse-Frosting

🥕🥚🐰 Für die kleine Ostertorte (ca. 20 x 11 cm) benötigt ihr:

  • 180 g Rohrohrzucker
  • 4 große Eier
  • 200 g fein geraspelte Möhren
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 80 g zimmerwarme Butter
  • 100 g Dinkelmehl
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • eine Prise Salz
  • 1,5 TL gemahlener Zimt
  • Evtl. 1 EL Kirschwasser
  • 1 TL Orangenabrieb
  • 1 TL Zitronenabrieb

🥕🥚🐰 Für das Frosting:

  • 400 g Frischkäse
  • Saft einer halben Zitrone
  • gesiebter Puderzucker
  • eine Messerspitze Vanillemark

🥕🥚🐰 Für die Deko:

  • 200 g Marzipanrohmasse
  • essbare Pflanzenfarbe (ich hatte selbstgemachten Saft von Roter Bete, Blaukraut und Kurkuma)
  • frische essbare Frühlingsblumen

Zuerst habe ich die die Möhren sehr fein geraspelt, dann die Eier getrennt und das Eiweiß fest geschlagen. Die Eigelbe wurden separat mit der Butter und dem Rohrohrzucker dick schaumig aufgeschlagen. Zu der Eigelbmasse kamen dann Zimt, Salz, Orangen- und Zitronenabrieb, evtl. Kirschwasser, geraspelte Möhren und Mandeln hinzu. Anschließend Mehl und Backpulver dazu gesiebt und zuletzt das Eiweiß vorsichtig untergehoben. Bei 150 Grad wurde der Rüblikuchen dann etwa 40 Minuten im, mit Backpapier ausgelegten Tortenring, gebacken. Nach de vollständigen Auskühlen, den Kuchen in der Mitte durchschneiden.

Für das Frosting einfach Frischkäse, Zitronensaft, Vanillemark und nach Belieben Puderzucker durch miteinander verrühren und kalt stellen. Die erste Rüblikuchen-Schicht einmal etwa 1 cm dick mit Frischkäsecreme bestreichen, dann den zweiten Kuchen darauf setzten und den Kuchen mit der restlichen Creme einstreichen. An den Rändern die Creme nur sparsam verwenden – so entsteht der Naked Cake-Effekt!

Die Marzipaneier hatte ich bereits am Vortag zubereitet. Dafür habe ich einfach aus Marzipanrohmasse Eier in unterschiedlichen Größen geformt und diese anschließend in sehr konzentrierte, selbstgemachten Pflanzensaft getaucht. Zum Trocknen der Eier habe ich die Nachwärme des zuvor benutzten Backofens benutzt – das hat super funktioniert und nach etwa 10 Minuten waren die Eier trocken und bereit für den Kuchen! Schöne Ostern euch allen!

Veilchenzucker 💜

Und nach der Brennnessel nun gleich noch so eine wunderbare, wildwachsende Frühlingspflanze: Das Duftveilchen. Viola odorata. Warum mir gerade diese hübsche kleine lila Blume besonders am Herzen liegt, liegt wahrscheinlich auf der Hand. Wer aber doch noch nicht darauf gekommen ist, dem sei gesagt, dass Viola auch ein Name ist – und zwar mein Vorname. Und nach diesem ist schließlich auch der Blog benannt. Das Veilchen und ich haben also eine ganz besondere Beziehung zueinander.

Aber nicht nur ich habe eine besondere Beziehung zu der kleinen lila Schönheit. Schon in der Antike wurde das Veilchen kultisch verehrt und galt den Griechen sogar als die Blume der Liebe. Das Veilchen findet seit je her auch Verwendung in der Pflanzenheilkunde und in der Küche. Sein Duft wird geschätzt – wenngleich Veilchenduft aktuell auch etwas aus der Mode ist. Wer seine Nase schon mal in ein Bouquet frisch gepflückter Duftveilchen gesteckt hat, der weiß auch, warum dieser Duft von unseren Vorfahren so geschätzt wurde. Einfach herrlich! Veilchenduft ist regelrecht betörend.😍💜💜

Ganz natürlich: Bunter Dekozucker

Für meinen Veilchenzucker braucht ihr gar nicht viel: Einfach zwei gute Hände voll frischer Veilchenblüten und Rohrohrzucker.

Die Veilchenblüten zunächst sauber machen – dabei aber nicht zu stark dem Wasser aussetzen, da sie dabei schnell ihren Duft einbüßen. Anschließend die Blüten im Mörser etwas zerkleinern und nach und nach den Zucker dazugeben. Die Menge bestimmt ihr – je nach dem, wie intensiv ihr den Zucker haben möchtet. Den feuchten Zucker breite ich anschließend dünn auf einem Backblech aus und lasse ihn in der Nachwärme des Ofens schonend trocknen. Wenn er trocken ist, kommt er noch mal in den Mörser. Anschließend wird er in einem Schraubglas aufbewahrt. In den Deckel des Schraubglases gebe ich ein Stück Küchentuch. Dieses absorbiert Feuchtigkeit und der Zucker klumpt dadurch weniger.

Von den alten Griechen zurecht als Blume der Liebe verehrt: Das Veilchen

Brennnessel-Smoothie 🌱

Ran an die Vitamine! Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen der letzten Tage haben auch die Wildkräuter einen enormen Entwicklungssprung gemacht. Junge Brennnesseltriebe sind ein uraltes Superfood, das unserem Körper jetzt nach dem Winter beim fit werden hilft.

💚 Für meinen kleinen Brennnessel Smoothie braucht ihr:

  • 3 große Triebspitzen der Brennnessel
  • eine gute Hand voll frischem jungen Spinat
  • 1 Kiwi
  • 1/2 sehr reife Banane
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 TL Gerstengrassaftpulver
  • etwa 100 ml stilles Wasser

Die Brennnesseln gründlich waschen. Anschließend in ein Küchenhandtuch wickeln und dieses feste „kneten“. Auf diese Weise zerbrechen die Brennhaare und die Nesseln können euch nicht mehr stechen. Anschließend die Brennnesseln mit den anderen Zutaten in einen Blender oder Smoothie-Mixer geben. Kräftig durchmixen und fertig!

Kleiner Tipp: Fürs Brennnesselernten braucht man nicht unbedingt Handschuhe. Einfach die Triebspitzen mit den Fingernägeln abknipsen und dabei gut aufpassen, dass man die obere Seite der Blätter nicht berührt. Und wenn man sich doch mal gestochen hat, macht das gar nichts: Die Stiche sind sogar gesund und beugen Gicht und Rheuma vor.

Die kleine Hochzeitstorte

Hier nun noch ein kurzer Nachtrag zu meiner Hochzeitstorte. Im Artikel selbst habe ich es ja bereits erwähnt: Ich habe zwei Torten gebacken, weshalb ich auch mit den Mengenangaben etwas ins Schleudern gekommen bin. Das ist sie nun also, die kleine Schwester der großen Torte:

Die Zubereitung erfolgte genau so, wie ich es im Artikel über die große Torte beschrieben habe – natürlich um etwa 2/3 in der Menge reduziert. Für die kleine Torte habe ich außerdem mit blauen Zuckerperlen und entsprechenden Blüten einen blauen Farbakzent gewählt: Ein richtiger Eyecatcher, findet ihr nicht?

⬇️ Hier war das „Törtchen“ noch im Entstehen. Ich muss sagen, so ganz „naked“ gefiel sie mir auch schon recht gut. Man hätte sie theoretisch auch so belassen können und z. B. einfach ein paar rötliche oder rosa Blumen darauf drapieren können…

Ich hoffe, ich konnte euch mit der Farbgestaltung etwas inspirieren – das Auge isst ja schließlich mit. Allerdings war auch das Innenleben nicht zu verachten. Die Kombination von aromatischen Sauerkirschen und dunkler Schokolade, abgestimmt mit Vanille und Zimt waren schon eine richtig gute Wahl. Und zum Schluss noch mal ein Bild vom Anschnitt:

Bon Appétit!

Meine erste Hochzeitstorte💍

Das wollte ich schon immer mal machen: Eine Hochzeitstorte. Nun endlich gab´s den passenden Anlass – die Hochzeit meines Bruders. Aufwendig war es schon – aber ich hatte auch viel Spaß dabei und würde jederzeit wieder eine machen. Die Maßstäbe, die ich mir von Anfang an für mein Projekt gesetzt hatte, waren Robustheit (die Torte hatte einen langen Transport vor sich und durfte daher nicht allzu fragil sein) und die Größe (definitiv eine Torte und als solche erkennbar, aber nicht allzu riesig). Für mich war klar, dass ich sie in klassischem Weiß halten würde. Blumen, Macarons und ein Cake-Topper sollten auch unbedingt drauf. Geschmacklich habe ich mich überwiegend an den Vorlieben des Paares orientiert und so kamen nach Anschnitt Wiener Böden, dunkle Schokoladen-Ganache und Sauerkirschen – abgeschmeckt mit Zimt, Vanille, Macis und Orangenschale – zum Vorschein. Leider habe ich vom Anschnitt kein Bild. Wenn ihr aber eine Ahnung davon bekommen wollt, wie das Innenleben der Torte aussah, dann schaut doch mal hier und scrollt ganz nach unten.

Frische Blumen sind Nahrung für die Seele. Essen sollte man die Industrieware aber nicht.
Macarons, Pralinen und selbstgemachtes Baiser sorgen für zusätzliche Gaumenfreuden.

Auch muss ich gestehen, dass ich diesmal ein bisschen mit den Mengenangaben hadere. Der Grund dafür ist, dass ich nicht nur diese Torte, sondern gleich noch eine zweite, kleinere Torte mitgebacken habe. Zeitweise habe ich dabei leider den Überblick über die jeweils verwendeten Mengen verloren. Außerdem hatte ich meine Sauerkirschfüllung bereits dahingehend schon vorbereitet, dass ich auf meine selbstgemachte Pie-Füllung von letztem Sommer zurückgegriffen habe. Hierfür hatte ich herrlich reife Sauerkirschen mit einem Hauch von Vanille, Zimt, Orangenschale und Macis mit einem 3:1 Gelierzucker zu einer fruchtig-stückigen Füllung eingekocht. Verwendet habe ich davon 2 Gläser, also etwa 500 Gramm.

Verführerisch: Naturbelassene reife Sauerkirschen kurz vor ihrer Ernte im Sommer 2020

Insgesamt bestand die Torte (die einen Durchmesser von 22 cm und eine Höhe von 26 cm hatte) aus einem Mürbeteigboden, vier Wiener Böden, zwei Sauerkirsch-Fruchteinlagen und jeder Menge Schokoladen-Creme. Dazu kamen weißer Fondant, glänzende weiße Zuckerperlen in verschiedenen Größen, farblich passende Pralinen sowie Macarons und Baiser. Letztere sowie einige Pralinen waren selbstgemacht. Die Macarons kamen vom Konditor. Und wie immer habe ich fast ausschließlich biologisch erzeugte Zutaten verwendet. Bei der Deko musste ich zwar Abstriche in Sachen Nachhaltigkeit machen, dennoch ist es mir immer wichtig, so viele Produkte wie nur möglich aus verantwortungsbewusster Erzeugung zu verwenden – ganz besonders dann, wenn tierische Lebensmittel im Spiel sind! ❤️🐮🐔

Insgesamt habe ich für die Torte (in etwa!) folgende Zutaten verwendet:

🤍 Mürbeteigboden

  • 120 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 Msp. Weinsteinbackpulver
  • 40 g Rohrohrzucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 65 g weiche Butter
  • 1 Eigelb
  • ca. 4 EL Sauerkirschgelee

🤍 Wiener Böden (4x)

  • 16 Eier
  • 600 g Rohrohrzucker
  • 1 Vanillestange
  • 1 TL Salz
  • 300 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 200 g Stärke
  • 280 g Butter

🤍 Schoko-Buttercreme-Ganache

  • 600 g dunkle Schokolade (mind. 60 % Kakaoanteil)
  • 300 ml Sahne
  • 600 g zimmerwarme Butter

🤍 Fruchteinlagen

  • 500 g Sauerkirschfruchtmus (war in meinem Fall schon vorbereitet)
  • Agar Agar
  • Evtl. Rohrzucker und passende Gewürze

Am Vortag ging es bereits los mit den Vorbereitungen… Kleine Baiserhäubchen wurden gebacken und teilweise verziert. Auch habe ich ein paar Pralinen selbstgemacht, da die Braut schwanger ist und alle farblich passenden Pralinen nur mit alkoholischer Füllung erhältlich waren. Außerdem habe ich den Mürbeteigboden gebacken und die Fruchteinlagen gegossen.

Und ein paar passende Blümchen habe ich natürlich auch schon frühzeitig vom Floristen geholt. Ich bevorzuge es immer essbare Blüten zu verwenden. In diesem Fall fiel meine Wahl auf Rosen, Eukalyptus, Frauenmantel und (römische?) Kamille. Da aber alle diese Blümchen aus einem unbekannten Gewächshaus kommen, sollte man diese auf keinen Fall verzehren!

Auch habe ich die Blümchen vor dem Drapieren noch entsprechend vorbereitet, um A die Haltbarkeit zu verbessern und B zu verhindern, dass sie direkt mit dem Kuchen in Verbindung kommen und so evtl. Pestizide oder Ähnliches an das Backwerk abgeben. Dazu einfach die Blüten frisch anschneiden und die Anschnittstelle ganz dünn mit in Wasser getränkter Baumwolle umwickeln. Anschließend Stängel und Baumwolle dünn mit Floristenkreppband umwickeln. Aber erstmal zurück zur Torte…

Aus den Zutaten für den Mürbeteig einen schönen kompakten Teig kneten, diesen etwa eine Stunde ruhen lassen, anschließend ausrollen und der Form anpassen. Den Teig einstechen und bei 180 Grad ca. 10 Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen. Das Kirschmus mit Agar Agar (nach Anleitung auf der Packung) aufkochen und in dafür vorbereitete Tortenringe gießen. Achtung! Die Tortenringe sollten im Durchmesser etwa 2 cm kleiner sein, als der Rest der Torte. Ich habe zwei Fruchteinlagen von etwa 1,5 cm Höhe verwendet. Auch die Fruchteinlagen vollständig auskühlen lassen.

Im nächsten Schritt habe ich die Schokoladen-Butter-Ganache vorbereitet. Dafür die Schokolade in kleine Stücke brechen und die zuvor aufgekochte Sahne darüber gießen. Beides durch ständiges Rühren miteinander verbinden. Wenn die Masse etwa lauwarm abgekühlt ist, die Butter in kleinen Portionen dazugeben und alles schön fluffig aufschlagen und anschließend kalt stellen.

Nun noch die Wiener Böden backen und wir haben alle Teile für unsere Hochzeitstorte beisammen. Dafür die Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Eigelbe separat mit Zucker, Salz, Butter und Vanillemark dick schaumig aufschlagen. Mehl und Stärke über die Eigelbmasse sieben und unterrühren. Zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben. Ich habe die Masse auf zweimal gebacken (180 Grad etwa 15 Minuten) und jeden Boden nach dem Auskühlen in der Mitte geteilt – somit kam ich auf meine vier Böden. Natürlich kann man auch jeden Boden einzeln backen oder gleich alles zusammen und zum Schluss den „Kuchen“ in vier Böden aufschneiden.

Nun kommt der schönste Teil: Das Zusammensetzen der Torte und das Dekorieren. Juhu! Wichtig ist, dass alle Komponenten schön ausgekühlt sind. Geschichtet habe ich folgendermaßen: Mürbeteigboden, eingestrichen mit Sauerkirschgelee, darauf der erste Wiener Boden. Dieser wurde dünn mit Schokocreme bestrichen, dann folgte die erste Fruchteinlage und wieder dünn Schokocreme. Dann der nächste Wiener Boden, eine dickere Schicht Schokocreme und die Wiederholung dessen. Zum Schluss habe ich alles großzügig mit Schokocreme verkleidet und glatt gestrichen. Das sah dann so aus…

Nachdem der Kuchen gut durchgekühlt war, habe ich ihn noch ein paar Mal nachmodelliert und schließlich mit weißem Fondant überzogen. Den Fondant vor der Anwendung gut durchkneten (am besten Stück für Stück) und schließlich dünn ausrollen. Beim Überziehen des Kuchens mit Fondant gibt es einiges zu beachten. Aber, YouTube sei Dank, kann man flink auf ganz tolle Tutorials zurückgreifen. Super Sache! Und nach dem Überziehen mit Fondant wurde ausgarniert… Zunächst habe ich die Zuckerperlen mit einem essbaren Kleber in mühevoller Kleinarbeit angeklebt und das (nicht essbare!) Satinband um den Fuß gelegt, dann den Caketopper und die Pralinen arrangiert und schließlich – ganz zum Schluss – die Blumen gesteckt. Und so sah er dann aus:

Ein vergängliches Kunstwerk, das hoffentlich allen Beteiligten viel Freude bereitet hat. Habt ihr euch schon mal an einer Hochzeitstorte versucht? Eure Erfahrungen würden mich interessieren.

Rübenherz

Zum Valentinstag gab es dieses Jahr von mir eine Postkarte mit herzförmig angeordneten bunten Rüben. Das Motto lautete „Statt Blumen“, denn ich habe der Karte biologische Gemüsesamen (vor allem für Rote Bete und Möhren) beigefügt. Na dann – Happy Valentine´s Day! 🥕🍠🧡

Valentinstag 2021 – ein Rübenherz statt Blumen 🧡

DIY-Projekt Vintage Schrank

Bei der Bewältigung von Krisen hat mir meine Kreativität schon immer gute Dienste geleistet. Und da die momentan allgegenwärtige Krise (Stichwort Corona) dann doch von etwas größerer Natur ist, ist auch mein Projekt diesmal etwas größer ausgefallen. Und so habe ich in den letzten Wochen einen alten Schrank aufgearbeitet. Zwar habe ich in der Vergangenheit des Öfteren kleinere Möbelstücke oder alte Holzteile aufgearbeitet (einige werde ich euch hier sicher noch präsentieren), aber vergleichsweise war diesmal besonders viel zu tun. Macht aber nichts – habe ich erstmal das Potenzial von etwas erkannt, dann möchte ich es auch unbedingt freilegen. Und Zeit habe ich momentan ja auch genug. Also zog ich, bewaffnet mit Sandpapier, Kreidefarbe und Leim, in den Kampf gegen Lockdown-Koller und Januar-Blues.

🔨🔨🔨

Die Ausgangssituation

🙄 So sah es also aus, das gute Stück, als es in meinen Besitz kam. Ein Weichholzschrank, vermutlich aus Fichte, der über die Jahre ziemlich gelitten hat, aber durch seine klare Form und das schöne Jugendstil-Türschloss durchaus Charme versprühte. Ursprünglich war der Schrank mit einem schönen weißen Kreidegrund gestrichen, wie sich beim Abtragen der Farbe herausgestellt hat. Über die Jahre war dann noch mal eine Art feiner Lack in hellem Beige darauf aufgetragen worden und schließlich… ja… der „dezente“ blaue Lack. Drei der Füße waren locker und unfachmännisch einfach angenagelt (das sah nicht nur sehr schief aus, sondern hat teilweise ordentlich gewackelt). Die Rückwand hatte sich gelöst und man konnte quasi durch einen etwa 30 x 3 cm großen Streifen durch den Schrank hindurchsehen. Hinzukamen viele gut sichtbare Beulen und Dellen. Und dann waren da noch die innenliegenden Regalböden, die immerhin noch alle erhalten, aber mit ordentlich Klebstoff und Motivfolie verziert waren. Zum Schluss noch die ordentlich verbeulte Blende am Schloss und die verrosteten, bzw. kaum mehr vorhandenen, Schrauben darin. Puh…

Der Vorher-Nachher-Effekt am Beispiel des Türschlosses

Meine persönliche Erfahrung ist, dass man beim Restaurieren/ Aufmöbeln eines alten Möbelstücks sehr individuell vorgehen muss. Material, Gebrauchsspuren und Misshandlungen sowie der zukünftige Verwendungszweck sind so heterogen, dass es immer auch irgendwie ein kleines Abenteuer ist, sich solch eines Stückes anzunehmen. Man sollte sich darauf einlassen, dass die Pläne sich bei der Bearbeitung ändern – je nach dem, was das Schätzchen im Prozess so preisgibt. Auch sollte man die Geschichte des Stückes wertschätzen. Aus einem alten Schätzchen macht man kein neues mehr. Retten, was zu retten ist, lautet die Devise und sich an dem individuellen Charme des Stücks erfreuen.

🔨🔨🔨

Wie bin ich vorgegangen?

Zuerst habe ich die Blende des Türschlosses abgeschraubt und das Schloss auf seinen Sitz und Funktionalität getestet. Die Messing-Blende habe ich dann mit einem einfachen Hausmittel ( je 1/3 Natron, Zitrone und Mehl zu einem Brei verrühren, auf das Metall auftragen und einwirken lassen) gereinigt. Anschließend wurde das gute Stück wieder vorsichtig geradegebogen und poliert. Die neuen, passenden Nägel habe ich von einem Spezialhändler aus dem Internet bezogen (ebenso wie die auf Antik getrimmten Haken, die ich an der Innenseite des Schrank angebracht habe. Tipp: Einfach mal auf Ebay gucken). Anschließend wurden Rückwand und Füße ab- bzw. ausgebaut, neu angepasst, eingesetzt und verleimt. Die Folien auf den Regalbrettern habe ich in mühevoller Kleinarbeit abgeschabt und dann die Klebereste vorsichtig in mehreren Durchgängen runtergewaschen. Das hat ziemlich lange gedauert und die Bretter waren danach recht trocken. Mit einer feinen Körnung habe ich sie nachgeschliffen, gespachtelt, wieder geschliffen und schließlich geölt. Überhaupt wurde der ganze innere Korpus gereinigt und ebenfalls geölt. Nun ging es an das Entfernen der Farbe. Obwohl ich es von ganzem Herzen vermeiden wollte, half mir in diesem Fall nur Abbeizer weiter. Versuche mit Heißluft und simplem Abschaben brachten mich nicht weiter. Wichtig: Wenn man sich entschließt, den hochgiftigen Abbeizer zu verwenden, sollte man ihn anschließend unbedingt fachgerecht entsorgen! Informiert euch dazu bei eurer Stadt- oder Gemeindeverwaltung! Insgesamt waren zwei Durchgänge mit Abbeizer notwendig, bevor der Schrank annähernd so aussah:

Nun kamen einige Durchgänge des Spachtelns und Nachmodellierens von Dellen und Ecken mit Holzspachtel, immer im Wechsel mit dem Nachschleifen der Stellen.

Lang lebe das Sandpapier!

Nachdem der Schrank dann noch ein allerletztes Mal mit feiner Körnung abgeschliffen und vom Staub befreit wurde, konnte ich dann endlich die Kreidefarbe meiner Wahl auftragen. 2 x insgesamt. Und noch mal zwei Durchgänge mit einem speziellen farblosen Möbellack für Kreidefarbe.

Und so sieht er nun von innen aus, der Schrank. Der entstandene Platz wird dringend für Bücher und mein Yoga-Equipment benötigt. Offenbar eignet er sich aber auch wunderbar als Katzenversteck. 😉🐈

Selbstgemachte Bodybutter

Ob als Last Minute-Geschenk oder um sich selbst zu verwöhnen: Eine hochwertige Bodybutter ist was Feines und tut Körper und Seele gut. Ich selbst verwende schon seit Jahren ein Produkt von einer kleinen Manufaktur, die nur hochwertigste Zutaten verwendet. Diese „feste Körpercreme“ ist zwar nicht ganz billig, aber das so ziemlich das Beste, womit man gestresste Winterhaut pflegen kann. Da ich zur Zeit frei habe und mein Bioladen wunderschöne, hellgelb leuchtende Kakaobutter im Angebot hatte, hat es mich gepackt und ich habe ganz spontan mal selbst Körperbutter hergestellt. Als Formen dienten mir dafür Plastikverpackungen, die sonst in den Müll gewandert wären. Falls ihr keine Silikonformen habt, schaut euch einfach mal in eurem Haushalt um – es findet sich bestimmt etwas. Die große Butter auf dem Bild habe ich beispielsweise in den abgetrennten Boden einer leeren Handseife-Flasche gegossen.

Für Körper und Seele: Selbstgemachte Bodybutter

Die Zubereitung ist einfach. Die Bodybutter besteht zunächst einmal je zur Hälfte aus zwei Grundzutaten: Einem Teil Öl (z. B. Kokos) und einem Teil Kakaobutter. Damit lässt sich nun spielen… Für meine Bodybutter habe ich folgende Zutaten verwendet:

  • 100 g Kokosöl
  • 50 g Avocadoöl
  • ca. 10 Tropfen Granatapfelsamenöl
  • 100 g Kakaobutter
  • 40 g Bienenwachs
  • Ätherische Öle für den Duft: z. B. Pampelmuse, Bergamotte, Orange und Lavendel

All meine verwendeten Zutaten sind in bio Qualität und zum Verzehr geeignet. Der Bienenwachs kommt direkt vom Imker. Diesen kann man übrigens einfach durch Kakaobutter ersetzen – dann ist das Produkt vegan. Mir tut der Bienenwachs aber sehr gut und wenn die Bienenhaltung in Ordnung ist, sehe ich da keine Probleme. Bei den ätherischen Ölen rate ich zur Sparsamkeit. Ich kenne viele Menschen, die übermäßig duftende Produkte nicht gerne auf der Haut haben (mich inklusive). Außerdem können ätherische Öle die Haut auch reizen. Kakaobutter, Kokosöl und Bienenwachs verleihen der Körperbutter ohnehin schon einen angenehmen Geruch. Ich habe mich daher auf je nur einen Tropfen Duftöl je Sorte beschränkt. Beachtet auch die Wirkung: Lavendel beruhigt, Zitrusdüfte sorgen für gute Laune.

Bodybutter, mit getrockneten Blüten oder Kräutern verziert, eignet sich prima als Geschenk

Das Kokos- und Avocadoöl habe ich sehr langsam in einem kleinen Topf erhitzt (nicht stark erhitzen – nur so, dass Kakaobutter und Bienenwachs gerade darin schmelzen können). Anschließend die Bienenwachs- und Kakaobutterchips hinzufügen (falls ihr keine Chips habt, dann beides vorher sehr klein hacken) und solange rühren, bis sich alle Teilchen vollständig aufgelöst haben. Zum Schluss noch die Duftöle und das Granatapfelsamenöl unterrühren und in die vorbereiteten Formen füllen. Wenn die Bodybutter langsam auszuhärten beginnt, könnt ihr sie noch mit getrockneten Blüten oder Kräutern verzieren. Das sieht hübsch aus, falls ihr sie verschenken wollt. Allerdings rate ich auch hier zur Sparsamkeit, da zuviel des Guten beim Auftragen auf die Haut stören kann. Und nun viel Spaß damit! 😊

Barbaras vegane Lebkuchen

Oh lecker, lecker! Was habe ich da wieder für ein tolles Rezept entdeckt! Schon beim durchlesen wusste ich: Das wird schmecken. All diese Zutaten sind genau nach meinem Geschmack. Entdeckt habe ich das Rezept auf einem Blog, dem ich schon lange folge. Wenn ihr also auf Lebkuchen steht, dabei aber auf Mehl, zusätzlichen Zucker und tierische Lebensmittel verzichten wollt, dann sind diese Lebkuchen hier genau richtig für euch!

Für die Lebkuchen habe ich mir extra eine Lebkuchenglocke zugelegt und nun weiß ich, dass diese definitiv noch einige Male zum Einsatz kommen wird. Ich persönlich hatte Spaß daran, mit diesem Werkzeug zu arbeiten. Probiert es doch auch mal aus! ☺️ Der Duft von frisch gebackenem Lebkuchen im Haus ist etwas Wunderbares…

Vegane Lebkuchen, verziert mit Mandeln, Walnüssen und kandierter Orangenschale!
« Ältere Beiträge

© 2021 Violet´s

Theme von Anders NorénHoch ↑