Schlagwort: Lebkuchen

Dominosteine

Der Weihnachtsbackmarathon 2018 in der Kategorie „Kleingebäck“ geht in die seine letzte Runde… Kommen wir zu einem Backwerk, dass ich dieses Jahr zum erstem Mal selbstgemacht habe: Dominosteine

Ich sage es gleich: Die sind ein bißchen aufwendiger, als z. B. meine Bethmännchen. Der Aufwand lohnt sich aber allemal und außerdem ich wollte dieses Jahr zu Weihnachten unbedingt meinen selbstgemachten Quittengelee einsetzen. Die Dominosteine bestehen aus drei Schichten: Lebkuchen, Geleeschicht und Marzipan. Ummantelt wird das ganze dann noch mit Zartbitterschokolade und – in meinem Fall – mit weißer Schoki verziert. Sie sind wirklich toll geworden und ein absolutes Highlight auf dem Plätzchenteller. Endlich Dominosteine, die aromatisch aber nicht extrem übersüßt sind! Für meine Dominosteine benötigt ihr folgende Zutaten:

⭐️ Für den Lebkuchen:
120 g Imkerhonig
20 g Vollrohrzucker (Sucanat)
50 g bio Butter
1 bio Ei
150 g Dinkelmehl Typ 630
2 TL Weinsteinpackpulver
1 Prise Salz
1,5 EL Lebkuchengewürz (meines war selbstgemacht und bestand aus 1/2 TL Zimt, 1/2 TL Kardamom, 1/4 TL Ingwer, 1/4 TL Muskat und je eine gute Prise Nelken, Piment und Macis)
1 EL Rohkakao

⭐️ Für die Geleeschicht:
500 g Quittengelee
200 ml Apfeldirektsaft (naturtrüb)
2 Päckchen pflanzliches Geliermittel (z. B. von Nicol Gärtner)

⭐️ Für die Marzipanschicht und die Glasur:
400 g Marzipanrohmasse
400 g Zartbitterkuvertüre
2 EL Kokosöl
Evtl. etwas weiße Kuvertüre zur Verzierung

Beginnen wir mit der Geleeschicht. Dafür zunächst die Form (ich habe zwei Brownie-Formen benutzt) mit Klarsichtfolie auslegen. Den kalten Apfelsaft mit dem Geliermittel in einem kleinen Topf verrühren. Quittengelee hinzugeben und unter Rühren aufkochen. Etwas abkühlen lassen und den Gelee in die Formen füllen. Nachdem der Gelee erkaltet ist, die erstarrte Masse aus der Form nehmen und beiseite legen. Backformen einfetten. Mehl, Backpulver, Salz, Lebkuchengewürz und Kakao in eine Backschüssel sieben. In einem Topf Honig und Vollrohrzucker solange erhitzen, bis sich alles aufgelöst und miteinander verbunden hat (nicht kochen!). Die Butter hinzugeben und alles zu einer gleichmäßigen Masse verrühren und auf die Mehl-Mischung geben. Ei hinzufügen und alles gut miteinander zu einem feinen Teig verkneten. Lebkuchenteig gleichmäßig in den Formen verstreichen und bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Nachdem der Lebkuchen ausgekühlt ist, kann dieser aus der Form genommen werden. Die erstarrte Geleeschicht vorsichtig aus der Folie nehmen und auf den Lebkuchen legen (evtl. den Lebkuchen vorher noch mal leicht mit Quittengelee einpinseln, damit die feste Geleeschicht besser haftet). Marzipanmasse etwa 0,5 cm dick ausrollen und auf die Geleeschicht legen. Mit einem scharfen Messer den großen „Kuchen“ in kleine Würfel schneiden. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und mit dem Kokosöl verrühren. Die Würfel mit der flüssigen Kuvertüre übergießen und auf ein Pralinengitter setzen. Nachdem die Schokolade fest geworden ist, könnt ihr mit sie dann mit der weißen Kuvertüre verzieren. Die weiße Kuvertüre dafür ebenfalls mit etwas Kokosöl schmelzen und auf den Dominosteinen verteilen.

Ich mag die Dominosteine am liebsten direkt aus dem Kühlschrank – dann ist die Schokolade schön knackig! Viel Spaß beim Ausprobieren! 😋⭐️

Natürlicher Christbaumschmuck

Zugegeben: Für Weihnachtsbaumdeko ist es jetzt zu spät. Meine Feiertage waren diesmal sehr turbulent, weshalb ich beim besten Willen nicht früher zum Veröffentlichen dieses Beitrags gekommen bin. Aber ich habe mir fest vorgenommen pünktlich vor Weihnachten 2018 noch mal an diesen Artikel zu erinnern 🙂

Der Weihnachtsbaum 2017 stand ganz unter dem Motto „Natürlichkeit“. Neben hübschen kleinen Weihnachtsäpfeln und Walnüssen machten selbstgebackene Lebkuchen den Baum zum Hingucker.

Die traditionellen Strohsterne durften natürlich nicht fehlen (die Anleitung hierzu poste ich ein anderes Mal – ich habe ja noch 11 Monate bis zum nächsten Fest). Auch ein paar Zapfen in unterschiedlichen Formen und Größen habe ich gesammelt, gesäubert und trocknen lassen. Am oberen Ende der Walnüsse habe ich je mit einem Tropfen Heißkleber ein Band befestigt. Bei den Zapfen kann man genauso vorgehen oder man knotet ein Bändchen an dem Zapfenstiel fest (was natürlich voraussetzt, dass der Zapfen einen Stiel hat). Auch die Äpfelchen sollten alle noch ihren Stiel haben, da man das Band sonst nicht daran befestigen kann.

Nun zum Rezept für die Lebkuchen:

  • 200 g Imkerhonig
  • 80 g Rohrohrzucker
  • 100 g Butter
  • 200 g Weizenmehl
  • 180 g Roggenmehl
  • 2 TL Weinsteinbackpulver
  • je 1 Msp. gemahlene Muskat, Nelken, Anis und Piment
  • 1,5 EL Zimt
  • 1 EL Kardamom
  • 1 EL Rohkakao
  • 1 Ei
  • blanchierte Mandeln
  • kandierte Früchte
  • etwas Milch

Mehl, Gewürze, Backpulver und Kakao gut mischen. Honig mit Rohrohrzucker und Butter erhitzen (nicht kochen) und flüssig über die Mehl-Gewürzmischung geben. Das Ei hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Sollte der Teig zu klebrig sein, dann ruhig noch ein wenig Mehl hinzufügen. Den Lebkuchenteig abkühlen lassen, etwa 1 cm dick ausrollen und nach Belieben Motive ausstechen. Teilweise habe ich dafür Plätzchenformen genommen, andere habe ich freihändig mit einem Messer ausgeschnitten. Die Lebkuchen können nun mit Mandeln und kandierten Früchten belegt werden (etwas andrücken). Zum Schluss noch ein kleines Loch für die Aufhängung in jeden Lebkuchen machen und bei 180 Grad 10 – 15 Minuten backen. Zwischendurch mit Milch bepinseln. Nach dem Auskühlen ein farblich passendes Band an den Lebkuchen befestigen und am Baum aufhängen.

Die einzelnen Komponenten Lebkuchen, Äpfel, Strohsterne, Nüsse und Zapfen fügten sich am Baum zu einer wunderbar harmonischen Deko zusammen, die ich noch vereinzelt durch ein paar rote Christbaumkugeln ergänzt habe – so bekam der Baum noch ein wenig mehr festlichen Glanz.

 

 

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