Schlagwort: Pflaumen

Zwetschgen-Smoothie

Die Pflaumen sind reif und die Bäume hängen so voll, dass man gar nicht mehr weiß, was man damit anstellen soll. Der größte Teil wandert bei mir ins hausgemachte Pflaumenmus und auch Pflaumenkuchen ist immer heiß begehrt und findet viele Abnehmer. Heute probiere ich aber mal was anderes aus: Einen würzigen Pflaumen-Smoothie mit Holunder.

Für den Smoothie benötigt ihr:

  • 8 entsteinte Zwetschgen
  • 200 ml Orangensaft
  • 150 g vollreife Banane
  • 80 ml Holunderbeersaft
  • 4 Eiswürfel
  • frischer Ingwer
  • gemahlener Kardamom
  • gemahlener Zimt
  • etwas Chili

Die entsteinten Zwetschgen einfach mit dem Orangensaft, Banane, Holunderbeersaft und etwa einem 1 x 1 cm großen Stück frischen Ingwer in den Hochleistungsmixer geben. Anschließend Eiswürfel und nach Belieben Kardamom und Zimt zugeben (ich habe je 1/2 TL genommen). Auch die Prise Chili darf nicht fehlen. Dafür habe ich eine vergleichsweise milde Sorte Chili frisch verwendet. Alles noch mal gut durchmixen und genießen.

Ein Prosit auf den Spätsommer!

Reneklodenkuchen mit Mandeln und Vanille

Ich liebe Renekloden und Mirabellen und freue mich jedes Jahr ganz besonders, wenn die unscheinbaren grün-gelblichen Früchte wieder erhältlich sind. Der Geschmack ist einfach einzigartig.

Eine verführerische Kombination: Renekloden, Mandeln, Vanille und ein Hauch Orange

Glücklicherweise hat der alte Reneklodenbaum in meinem Garten auch dieses Jahr wieder einiges an Früchten abgeworfen, weshalb ich mich gleich an mehrere Rezepte mit Renekloden wagen kann. Los geht es heute mit einem Rührkuchen. Einfach in der Zubereitung, aber sehr besonders im Geschmack: Reneklodenkuchen mit Mandeln, Vanille und Orange.

🥧 Folgende Zutaten benötigt ihr dafür:

  • 400 g Renekloden
  • 300 g Dinkelmehl Typ 630
  • 150 g Rohrohrzucker
  • 2 EL Weinsteinbackpulver
  • 250 g weiche bio Butter
  • 4 bio Eier
  • 1 Vanilleschote
  • 5 EL Amaretto
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 50 g gestiftete Mandeln
  • 2 EL Abrieb einer unbehandelten Orange
  • 1 Prise Salz

Eier, Butter und Zucker mit der Küchenmaschine dick und cremig aufschlagen. Vanillemark, Amaretto, Orangenschale und Salz zugeben und weiter aufschlagen. Zum Schluss Mehl, Mandeln und Weinsteinbackpulver unterheben. Den Teig noch einmal gut aufschlagen und in eine gefettete Form (ich hatte hier eine Springform mit 30 cm Durchmesser) füllen. Renekloden waschen, entkernen und halbieren. Die halbierten Früchte gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Darüber kommen dann die gestifteten Mandeln und eine ganz leichte Schicht Rohrohrzucker. Bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen. Den erkalteten Kuchen mit Puderzucker bestäuben und mit Schlagsahne oder Vanilleeis servieren (schmeckt aber auch ohne super)! 😍 😋 🥧 Guten Appetit!

Streuobstwiesenkuchen vom Blech

„Was ist denn ein Streuobstwiesenkuchen?“ wird sich jetzt der ein oder andere fragen. Bei diesem ominösen Kuchen handelt es sich um einen klassischen, hessischen Blechkuchen mit Hefeteig. Mit Butterstreuseln meiner Meinung nach einer der besten Kuchen überhaupt. Streuobstwiesenkuchen nenne ich ihn deshalb, weil jedes Jahr im August/ September überall Pflaumen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen von alten Bäumen leuchten, die auf nicht mehr bewirtschafteten Wiesen stehen. Auch gibt es in ländlicheren Gegenden und an Stadträndern oft alte Gärten, deren Besitzer sich nicht mehr um die Obstbäume kümmern wollen oder können. Jedes Jahr wieder fallen Unmengen Obst irgendwann einfach herab und verrotten schließlich am Boden. Und jedes Jahr bemühe ich mich darum, wenigstens ein paar dieser Früchte  zu verarbeiten. Ich kenne mittlerweile einige Leute, die froh sind, wenn sie Abnehmer für ihre vielen Äpfel oder Pflaumen finden. Man muss sich eigentlich nur ein bißchen umhören. Das hier verwendete Obst stammt beispielsweise von einem alten Obstgrundstück von einer Freundin meiner Mutter.

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Gerade viele alte Obstsorten entfalten einen großen Geschmacksreichtum – weshalb sie auch frisch verzehrt ein echter Genuss sind. Sie sind außerdem nicht gespritzt oder anderweitig behandelt. Herkömmliches Supermarkt-Obst kann da oft nicht mithalten. Mittlerweile stelle ich jährlich Pflaumenmus  daraus her und einige Blechkuchen. In diesem Jahr habe ich mich außerdem auch mal an Rotwein- und Weißwein-Birnen versucht. Zwetschgen und Pflaumen lassen sich auch super einfrieren und Äpfel und Birnen sind, eingekellert, eine ganze Weile haltbar. Aber nun zurück zum Streuobstwiesenkuchen, der sich übrigens auch ganz wunderbar als vegane Variante zubereiten lässt. Hierfür ersetzt man die Butter einfach durch eine hochwertige Pflanzenmargarine und rührt die Hefe entweder in Pflanzenmilch (z. B. Hafermilch) oder Wasser ein.

Für ein Blech benötigt man in etwa:

  • 750 gr.  feines Weizenmehl (500 gr. für den Teig, 250 gr. für die Streusel)
  • etwa 300 gr. Rohrohrzucker (100 gr. für den Teig, 150 gr. für die Streusel und zum Bestreuen der Früchte – je nach dem, wie süß das Obst ist)
  • 1 Prise Salz
  • 1/3 von einem frischen Hefewürfel
  • 200 ml handwarme Milch
  • 150 gr. weiche Butter
  • frische Zwetschen oder Äpfel (etwa 1 – 1,5 Kg. Wer Äpfel nimmt, kann diese auch noch kurz mit etwas Zitronensaft, Zimt und Zucker marinieren)

Ich empfehle grundsätzlich, dabei auf hochwertige Bio-Produkte zurückzugreifen, da ich persönlich von der besseren Qualität überzeugt bin.

Für den Teig werden Mehl, Zucker und Salz gemischt. Parallel krümmelt man die Hefe in die lauwarme Milch und lässt sie kurz ruhen (es empfiehlt sich auch ein wenig Zucker in die warme Milch zu geben, da die Hefebakterien dann noch besser arbeiten). Anschließend wird aus dem Mehl-Zucker-Gemisch und der Hefe-Milch ein Teig geknetet. Der Teig sollte nicht zu nass sein – falls die Konsistenz nicht passt, einfach mit ein bißchen Mehl nacharbeiten. Der Teig kommt dann für ca. 30 Minuten abgedeckt an einen warmen Ort zum ruhen.

In der Zwischenzeit kann man wunderbar Obst und Streusel vorbereiten. Äpfel schneide ich dafür in feine Spalten und mariniere sie in Zitronensaft, Zucker und Zimt. Die Pflaumen werden entkernt und kommen in „zusammenhängenden Vierteln“ auf den Teig, der zuvor dünn ausgerollt wurde. Damit er nicht klebt, bestäubt man ihn am besten noch mit ein wenig Mehl. Ich rolle ihn grundsätzlich auch nicht dicker als 1 cm aus, da ich keinen allzu dicken Boden mag. Vor dem Belegen, lasse ich ihn auch immer noch mal  für einige  weitere Minuten an einem warmen Ort ruhen.

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Aus Zucker, weicher Butter, Mehl und einer Prise Salz werden dann die Streusel bereitet: Einfach alles vermischen und mit den Händen gut durchkneten. Wer eher feste Streusel mag, nimmt dabei mehr Mehl. Sind die Früchte sehr sauer, empfiehlt es sich außerdem, den Kuchen vor dem Backen noch mit ein wenig Zucker zu bestreuen.

Bei 180 Grad ist so ein „Streuobstwiesenkuchen“ dann in ungefähr 25 Minuten fertig. Je nach Backofen kann das variieren. Wenn der Rand braun wird, die Pflaumen rot auf dem Kuchen verlaufen und die Streusel goldgelb sind – dann ist er perfekt. Dazu passt auch prima eine frisch geschlagene Sahne. Für mich, einer der besten Kuchen der Welt. Auch die vegane Version habe ich bereits ausprobiert und sie wurde sehr gut aufgenommen. Pflaumenkuchen mit Streuseln ist bei einem Buffet immer der erste Kuchen, der vergriffen ist –  genau wie Erdbeerkuchen im Frühjahr.

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