Schlagwort: Quittengelee

Alles Gute aus der Quitte 💛

Die Quittensaison neigt sich ihrem Ende zu und ich zeige euch heute, was ich dieses Jahr alles aus dieser tollen Frucht gezaubert habe. Als großer Fan dieser sinnlich-duftenden Frucht lasse ich mir jedes Jahr etwas Neues einfallen. Erinnert sei an dieser Stelle an meine Rezepte für Bratquitte mit Streuseln, kandierte Quitten, Quitten-Apfelsorbet und Quittenkonfekt und -gelee. Letztere habe ich auch dieses Jahr wieder in mein Sortiment aufgenommen. Neu sind das Quittenchutney und der Quittensirup – mit einem Hauch Zimt und Vanille.

💛 Für etwa fünf mittelgroße Gläser Chutney benötigt ihr:

  • 1 Kg Quitten (geschält und ohne Kerngehäuse)
  • 250 g Rohrohrzucker
  • 3 Schalotten
  • 1 Stück frischer Ingwer (etwa 2×2 cm)
  • 1 -2 scharfe rote Chilischoten
  • 1 EL Salz
  • 250 ml Apfelessig
  • 1 große Stange Zimt
  • 1 Prise Piment
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Quitten in sehr feine kleine Würfel schneiden, mit dem Zucker und Salz mischen und für etwa 2 Stunden Wasser ziehen lassen. In der Zwischenzeit die Schalotten ebenfalls sehr fein würfeln, den Ingwer fein reiben und die Chilischoten in feine Ringe schneiden. Schalotten, Ingwer und Chili zu den Quitten geben und mit Zimt, Piment, Pfeffer und Essig strudelnd aufkochen. Anschließend die Hitze deutlich reduzieren und das Chutney bei schwacher Hitze einkochen. Zum Schluss in saubere, abgekochte Schraubgläser füllen

Für den Quittensirup habe ich den Saft, der bei der Herstellung des Quittenbrots anfällt, aufgefangen. Statt ihn mit Gelierzucker zu Gelee einzukochen, habe ich ihn unter Zugabe von Rohrohrzucker einfach zu Sirup eingekocht und in Flaschen abgefüllt. Die Quitten für die Gewinnung des Saftes wurden zuvor mit Zitronensaft, etwas Rohrohrzucker, Vanilleschote und einer Zimtstange weichgekocht. Diese Aromen finden sich später auch im Sirup wieder. Den heißen Sirup in saubere, am besten ausgekochte Glasflaschen füllen. Eignet sich auch super zum verschenken.

Vielseitig und einfach besonders: Die Quitte

Dominosteine

Der Weihnachtsbackmarathon 2018 in der Kategorie „Kleingebäck“ geht in die seine letzte Runde… Kommen wir zu einem Backwerk, dass ich dieses Jahr zum erstem Mal selbstgemacht habe: Dominosteine

Ich sage es gleich: Die sind ein bißchen aufwendiger, als z. B. meine Bethmännchen. Der Aufwand lohnt sich aber allemal und außerdem ich wollte dieses Jahr zu Weihnachten unbedingt meinen selbstgemachten Quittengelee einsetzen. Die Dominosteine bestehen aus drei Schichten: Lebkuchen, Geleeschicht und Marzipan. Ummantelt wird das ganze dann noch mit Zartbitterschokolade und – in meinem Fall – mit weißer Schoki verziert. Sie sind wirklich toll geworden und ein absolutes Highlight auf dem Plätzchenteller. Endlich Dominosteine, die aromatisch aber nicht extrem übersüßt sind! Für meine Dominosteine benötigt ihr folgende Zutaten:

⭐️ Für den Lebkuchen:
120 g Imkerhonig
20 g Vollrohrzucker (Sucanat)
50 g bio Butter
1 bio Ei
150 g Dinkelmehl Typ 630
2 TL Weinsteinpackpulver
1 Prise Salz
1,5 EL Lebkuchengewürz (meines war selbstgemacht und bestand aus 1/2 TL Zimt, 1/2 TL Kardamom, 1/4 TL Ingwer, 1/4 TL Muskat und je eine gute Prise Nelken, Piment und Macis)
1 EL Rohkakao

⭐️ Für die Geleeschicht:
500 g Quittengelee
200 ml Apfeldirektsaft (naturtrüb)
2 Päckchen pflanzliches Geliermittel (z. B. von Nicol Gärtner)

⭐️ Für die Marzipanschicht und die Glasur:
400 g Marzipanrohmasse
400 g Zartbitterkuvertüre
2 EL Kokosöl
Evtl. etwas weiße Kuvertüre zur Verzierung

Beginnen wir mit der Geleeschicht. Dafür zunächst die Form (ich habe zwei Brownie-Formen benutzt) mit Klarsichtfolie auslegen. Den kalten Apfelsaft mit dem Geliermittel in einem kleinen Topf verrühren. Quittengelee hinzugeben und unter Rühren aufkochen. Etwas abkühlen lassen und den Gelee in die Formen füllen. Nachdem der Gelee erkaltet ist, die erstarrte Masse aus der Form nehmen und beiseite legen. Backformen einfetten. Mehl, Backpulver, Salz, Lebkuchengewürz und Kakao in eine Backschüssel sieben. In einem Topf Honig und Vollrohrzucker solange erhitzen, bis sich alles aufgelöst und miteinander verbunden hat (nicht kochen!). Die Butter hinzugeben und alles zu einer gleichmäßigen Masse verrühren und auf die Mehl-Mischung geben. Ei hinzufügen und alles gut miteinander zu einem feinen Teig verkneten. Lebkuchenteig gleichmäßig in den Formen verstreichen und bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Nachdem der Lebkuchen ausgekühlt ist, kann dieser aus der Form genommen werden. Die erstarrte Geleeschicht vorsichtig aus der Folie nehmen und auf den Lebkuchen legen (evtl. den Lebkuchen vorher noch mal leicht mit Quittengelee einpinseln, damit die feste Geleeschicht besser haftet). Marzipanmasse etwa 0,5 cm dick ausrollen und auf die Geleeschicht legen. Mit einem scharfen Messer den großen „Kuchen“ in kleine Würfel schneiden. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und mit dem Kokosöl verrühren. Die Würfel mit der flüssigen Kuvertüre übergießen und auf ein Pralinengitter setzen. Nachdem die Schokolade fest geworden ist, könnt ihr mit sie dann mit der weißen Kuvertüre verzieren. Die weiße Kuvertüre dafür ebenfalls mit etwas Kokosöl schmelzen und auf den Dominosteinen verteilen.

Ich mag die Dominosteine am liebsten direkt aus dem Kühlschrank – dann ist die Schokolade schön knackig! Viel Spaß beim Ausprobieren! 😋⭐️

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