Schlagwort: Schönheit

Aloe Vera Haarkur

Ich nenne eine große, schöne Aloe Vera Pflanze mein Eigen. Diese ist leider nicht ganz so gut ins neue Jahr gekommen, wie ich. Durch eine Ungeschicktheit habe ich ihr leider zwei große Blätter abgebrochen. Nun ja – sie wächst gut und ich bin sicher, dass man es schon bald nicht mehr sehen wird. Und warum nicht das neue Jahr mit ein bißchen Schönheitspflege beginnen? Der Winter macht Haut und Haar zu schaffen und vor allem meine Haare könnten eine Extraportion Feuchtigkeit gut vertragen. Also nichts wie ran an die ebenso simple, wie effektive Naturpflege!

Ich habe die Aloe-Blätter zunächst für zwei Tage in ein Glas mit Wasser gestellt. Das Wasser habe ich mehrmals gewechselt. Ihr werdet feststellen, dass sich das Wasser schnell gelb verfärbt. Das kommt von dem Inhaltsstoff Aloin, der sich in der Außenwand des Aloe-Blattes befindet. Das Aloin wird als giftig beschrieben und bringt offenbar einige unerwünschte Nebeneffekte mit sich. Deshalb ist auch das gründliche Entfernen der dicken grünen Außenwand der Aloe ratsam. Dafür mit einem scharfen Messer zunächst die Blattkanten entfernen. Anschließend eine der grünen Blattseiten abnehmen und das Aloe Vera-Gel, z. B. mit einem kleinen Löffel, herauslöffeln.

Das Aloe-Gel dann einfach mit ein wenig kaltem Wasser in den Blender geben und gut durchmixen. Ihr erhaltet dann erstmal eine sehr schaumige, weisse Flüssigkeit. Wartet einfach einen Moment, bis sich der Schaum gelegt hat. Dann die Haare wie gewohnt waschen (vielleicht auch mit Roggenmehl?) und die Haarkur gut ins Handtuchtrockene Haar, und vor allem in die Kopfhaut, einmassieren. Wenn ihr die Pflege gut im Haar verteilt habt, kämmt euer Haar noch einmal richtig gut durch und massiert auch eure Kopfhaut damit. Ich kenne Leute die darauf schwören, dass die Inhaltsstoffe der Aloe eine stimulierende Wirkung auf die Haarwurzeln hätten und somit das Haarwachstum enorm anregen würden. Ich für meinen Teil kann zumindest sagen, dass sich meine Haare nach dem Trocknen sehr seidig anfühlen – man merkt ihnen das Extra an Feuchtigkeit sofort an! Die Spitzen sind geschmeidig und mein Haar fühlt sich seidig und dabei gekräftigt an. Ich spüle die Pflege auch nicht aus, sondern lasse sie einfach im Haar.

Sollte von der Pflege noch etwas übrig sein, fülle ich sie in die Eiswürfelform und lasse sie durchfrieren. Wenn mein Haar wieder einmal etwas konzentrierte Feuchtigkeit benötigt, dann taue ich einfach 3 – 4 Eiswürfel auf und habe so immer eine effektive Haarpflege im Haus.
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Ein kleiner Tipp noch: Man kann Aloe Vera-Blätter über´s Internet bestellen und vereinzelt in gut sortierten Bio-Läden kaufen. Oder aber, ihr macht es so wie ich und kultiviert eure eigenen Pflanzen zuhause. Wenn ihr euch dafür entscheidet, solltet ihr darauf achten, dass ihr auch wirklich eine „echte Aloe“ (Aloe Vera) besitzt. Ich verwende außerdem eine spezielle bio Erde, denn was die Pflanze aufnimmt, kommt ja schließlich irgendwann auf meine Haut. Es rentiert sich also, auf Qualität zu achten!

Feuchtigkeitskick für Haut und Haar: Aloe Vera

Ringelblumensalbe

Heute stelle ich eines meiner Lieblingspflegeprodukte vor: Meine selbstgemachte Ringelblumensalbe. Mittlerweile mache ich sie im dritten Jahr – natürlich mit den Blüten meiner selbstgezogenen Ringelblumen. Die Salbe eignet sich hervorragend für kleine Schürf- und Schnittwunden oder auch für die intensive Pflege von rauhen und strapazierten Hautpartien. Im Winter benutze ich sie auch sehr gerne als Lippenpflege. Die Salbe ist einfach herzustellen und locker ein ganzes Jahr haltbar. Als Mitbringsel ist sie auch bei Verwandten und Freunden gerne gesehen.

Meine drei Grundzutaten dafür sind:

  • frische Blütenblätter der Ringelblume (unbehandelt)
  • kaltgepresstes Bio-Olivenöl
  • Bienenwachs

Für 200 ml Öl verwende ich die Zungenblätter von ca. 15 Blüten. Die Zugabe von Bienenwachs variiert je nach dem, welche Konsistenz man bevorzugt. 15 – 30 Gramm Bienenwachs sind auf jeden Fall ausreichend.

Die Blütenblätter abzupfen und klein schneiden. Mit Olivenöl auffüllen und kurz vor dem Siedepunkt vom Herd nehmen (hier ist Fingerspitzengefühl gefragt – wird das Öl zu heiß, verliert es seine positiven Eigenschaften). Das Ringelblumenöl lasse ich  abkühlen, decke es ab und lasse es noch für ein paar Stunden stehen, bevor ich es abseihe. Dafür nehme ich einen feinen Sieb, den ich mit einem Teefilter aus Zellulose auslege. Die Pflanzenreste presse ich gut aus und gebe dann das reine Ringelblumenöl wieder in den Topf zurück. Abschließend wird das Öl noch einmal leicht erwärmt und das Bienenwachs (ich kann die Verwendung von Bienenwachs-Pellets besonders empfehlen) darin aufgelöst. Die Zugabe von Bienenwachs mache ich immer nach Gefühl. Mit weniger Wachs erhält die Salbe eine weiche, cremige Konsistenz und lässt sich besser großflächig auftragen. Mit mehr Wachs wird das Produkt natürlich fester und weniger streichfähig und eignet sich z. B. für die Befüllung eines Lippenpflegestifts.

Die  Salbe wird in flüssigem, warmen Zustand in die Salbentiegel abgefüllt. Mit dem Zuschrauben der Gläser warte ich, bis die Salbe einen milchigen Farbton angenommen hat. Dieser entsteht, wenn die Salbe schon etwas abgekühlt ist. Würde man die Salbe zu heiß verschließen, könnte sich Kondenswasser bilden, das wiederum in die Tiegel tropfen und die Haltbarkeit der Salbe verkürzen kann. Bei kühler Lagerung ist die Ringelblumensalbe ungefähr 1 Jahr lang haltbar.

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