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Zitronen-Quark Gugelhupfe

Sind die nicht süß?! 😍 Und zwar in doppelter Hinsicht… 😉 Ich bin immer noch ganz verliebt in meine kleinen Gugelhupfe; auch, wenn sie bereits alle längst aufgegessen sind. 🤭 Die Hupfe waren echt verführerisch lecker, fluffig, saftig… kurzum: Ich bin selten auf Anhieb so rundum zufrieden mit einer Kreation. 😃🍋

Fast zu schön zum Essen: Mini-Gugelhupf mit Blüten und Zuckerperlen

In mir haben die fertigen Hupfe ein bisschen das Gefühl von einer Sommer-Hochzeit geweckt. Unbeschwertheit und pralle Sonne, die Natur steht im vollen Saft und irgendwo auf der Wiese lässt sich eine Hochzeitsgesellschaft die leuchtenden, sommerlichen Gugelhupfe schmecken… *Tagtraum Ende*

💛🍋 Für 6 – 8 Mini-Gugelhupfe (je nachdem, wie hoch ihr die Formen befüllt) braucht ihr:

  • 120 g Rohrohrzucker
  • 200 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 2 EL Weinsteinbackpulver
  • 1 bio Zitrone
  • 100 g bio Vanillequark
  • 50 ml Haferdrink
  • 50 ml neutrales Öl
  • 1 EL Apfelessig
  • 2 EL Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Vanilleschote oder 1,5 TL Bourbonvanilleextrakt

In einer Backschüssel Vanillequark, Haferdrink, Öl, Butter, Salz, Vanille, Apfelessig, Zitronenabrieb und 3 EL Zitronensaft homogen aufschlagen. Nach und nach Mehl, Zucker und Backpulver zugeben. Den Teig gleichmäßig auf die Förmchen verteilen und bei 180 Grad etwa 20 Minuten backen. Veganer können die Butter einfach durch ein bisschen mehr Öl ersetzen und den Vanillequark durch Sojajoghurt mit Vanille. Es gibt auch vegane Quarkalternativen – das müsste man ausprobieren. Ich habe bisher keine davon probiert.

Ein Sommernachtstraum: Fluffig-saftige Zitronen-Hupfe mit Quark und Vanille

Die ausgekühlten Mini-Gugels können jetzt ganz nach Belieben verziert werden. Beispielsweise mit einer fertigen Zitronenglasur oder einem Mix aus Zitronensaft und Puderzucker. Meine sind mit einer dünnen Schicht weißer Kuvertüre überzogen, die ich im Wasserbad geschmolzen und mit etwas Kokosöl verdünnt habe. Zum Einsatz kamen dann noch weiße Liebesperlen, Zitronenschnitze, Dufttagetes, Rucola-Blüten und Husarenknöpfchen. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass Husarenknöpfchen nicht explizit essbar sind. Sie sind auch nicht giftig und es wird wohl nicht viel passieren, wenn man sie mit dem Kuchen verspeist. Aber sie sind per se nicht als „essbar“ ausgewiesen. Das solltet ihr wissen. Dufttagetes hingegen sind absolut essbar, dominieren mit ihrem intensiven Aroma nur schnell alles andere. 😆 Naja… jeder wie er mag. Viel Spaß damit! 💛🍋

Sorbet von Renekloden mit Vanille

Und hier kommt mein zweites Rezept zum Thema Renekloden. Auf den Kuchen folgt jetzt ein Sorbet: Ein Reneklodensorbet mit ganz viel Vanille. 👌 Für dieses exzellente Angeber-Dessert benötigt ihr:

  • 200 ml Wasser
  • 5 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL Zitronenabrieb
  • 150 g Rohrohrzucker
  • 1 Vanilleschote
  • 500 g Renekloden

Wasser mit Zitronensaft, -abrieb und Rohrohzucker vermischen und kurz aufkochen. Zu dem Zuckersirup das ausgekratzte Vanillemark UND die Vanilleschoten geben. Erneut erhitzen. Den Zuckersirup mit den Vanilleschoten beiseite stellen.

In der Zwischenzeit die Renekloden waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Renekloden zum Zuckersirup geben und erneut aufkochen, bis die Früchte weich sind. Nach dem Abkühlen, die Vanilleschoten entfernen und sehr fein pürieren (oder passieren). Anschließend für etwa 40 Minuten in die Eismaschine geben.

Tonka-Blutorangeneis

Eis im Winter? Jaaa… denn Blutorangen-Saison ist nun mal im Januar/Februar und nicht im August. Vor einigen Tagen habe ich mich ja an meinem ersten Tonkabohneneis versucht. Ich fand es sehr gelungen, dachte aber auch, dass ein säuerlich-fruchtiger Kontrast zum sahnigen Tonkaeis sicher reizvoll wäre. Blutorangen konnte ich mir sofort gut dafür vorstellen – gesagt, getan!

Für 8 Eis am Stiel habe ich drei Blutorangen, 100 ml Wasser und 80 g Rohrohrzucker (je nach dem, wie süß die Orangen bereits sind) benötigt und natürlich mein Tonkabohneneis.

Eine Blutorange auspressen und den Saft mit Wasser und Zucker erhitzen (nicht kochen), bis sich der Zucker aufgelöst hat. Abkühlen lassen. Die beiden übrigen Blutorangen schälen und dabei möglichst viel der weißen Haut entfernen. Die Orangen in einem Blender fein pürieren. Den erkalteten Zuckersirup hinzugeben und erneut alles mit dem Blender durchmixen.

Das Blutorangen-Püree könnt ihr nun in die Eismaschine füllen und ein Sorbet daraus herstellen oder, ihr füllt es direkt in die Eisformen und lasst es dort anfrieren. In beiden Fällen müssen Tonkabohneneis und Blutorangen-Püree abwechselnd in die Formen geschichtet und durchgefroren werden. Das ist ein bißchen aufwändig, sieht aber schön aus und schmeckt vor allem großartig! Blutorangen und Tonkabohne sind eine ungewöhnliche, aber superleckere Kombi!

Außergewöhnlich und superlecker: Blutorange und Tonkabohne

Tonkabohneneis

Seit vielen Jahren trage ich eine Tonkabohne in meinem Portemonnaie mit mir herum. Die Bohne wurde mir damals als Glücksbringer geschenkt und ich habe mich sofort in diesen sinnlichen Duft verliebt. Eine Mischung aus Waldmeister, Vanille und Marzipan – einfach unbeschreiblich. Wer einmal an ihr gerochen hat versteht, warum der Tonkabohne in ihrer Heimat Südamerika magische Kräfte nachgesagt werden. Ihr betörendes Aroma ist einfach nicht von dieser Welt. Im Portemonnaie oder am Körper getragen, soll sie für Glück, Liebe, Geld und Schutz gegen Krankheiten sorgen. Und ganz nebenbei verbreitet ihr betörendes Aroma sofort gute Laune. 😍

Seit ich das erste Mal von Tonkabohneneis gehört habe, wollte ich es immer mal ausprobieren. Aber leider waren Tonkabohnen einige Jahre in Deutschland verboten. Dann wiederum erhielt ich nicht die Qualität, die meinen Ansprüchen genügte und das „Projekt Tonkabohneneis“ versank vorläufig wieder im Hintergrund. Bis gestern Abend. Und hier ist es nun endlich: Mein Rezept für Tonkabohneneis!

🍦 Ihr benötigt folgende Zutaten:

  • 250 ml fettarme bio Milch
  • 80 g Rohrohrzucker
  • 200 ml bio Sahne
  • 1 Prise Salz
  • 3 bio Eigelbe
  • 1 große Tonkabohne

Gebt die Milch in einen Topf und reibt mit einer sehr feinen Reibe die Tonkabohne hinein. So fein, wie möglich! Erhitzt dann die Milch (nicht kochen) und lasst die Tonkabohne 1 – 2 h in der warmen Milch ziehen. Anschließend die Milch durch ein sehr feines Sieb oder ein Leinentuch abseihen.

Die Sahne halbfest schlagen und beiseite stellen. Anschließend die Eigelbe mit dem Zucker und der Prise Salz dickschaumig aufschlagen. Nun die Tonka-Milch zur Eimasse geben und beides gut verrühren. Zum Schluss noch die halbfeste Sahne dazugeben. Die Eismasse ruhig noch für einige Zeit rühren, damit alles luftig und fluffig wird. Die Eismasse dann für ca. 35 Minuten in die Eismaschine geben. Dann könnt ihr genießen…

Eis geht immer? Dann schaut euch doch auch noch mal meine Rezepte für Zartbitterschokoladeneis, veganes Kokos-Himbeereis oder Gurke-Zitrone-Ingwereis am Stiel an! 😉 👌

Ein betörend-sinnliches Erlebnis: Selbstgemachtes Tonkabohneneis


Veganes Tiramisu-Eis

Ich liebe Kaffee. Und ich liebe Tiramisu. Warum also nicht ein Tiramisu-Eis machen? 😋☕️  Die besondere Herausforderung dabei: Es soll wieder einmal ohne tierische Inhaltsstoffe sein und auch nicht übermäßig fetthaltig☝️🐮  Das Ergebnis war ein aromatisches Eis, perfekt geeignet als Kuchenersatz an einem warmen Sommernachmittag! Und hier kommt das Rezept…

Was ihr dafür benötigt:

  • 500 ml Cashewmilch
  • 140 g Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 5 EL Hafersahne
  • 50 g vegane Margarine
  • doppelter Espresso
  • 3 EL Amaretto (oder Mandelsirup)
  • 1/2 Vanilleschote
  • 2 – 3 EL Rohkakao
  • Aquafaba aus 120 g Kichererbsenwasser

Vorbereitung: Einen doppelten Espresso zubereiten und mit 20 g Rohrohrzucker süßen. Vollständig auskühlen lassen und den Amaretto und 2 EL Hafersahne unterrühren. Beiseite stellen. Inzwischen die Cashewmilch mit dem restlichen Rohrohrzucker und der Vanilleschote erhitzen. Nicht kochen! Nur so lange schwach erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Vanilleschote auskratzen und sowohl die Vanillesamen als auch die Schote hinzugeben. Die vegane Margarine in kleinen Stücken zufügen und ebenfalls auflösen lassen. Nun kommt die restliche Hafersahne hinzu, danach die Masse etwas abkühlen lassen. In der Zwischenzeit das Aquafaba sehr steif schlagen. Die Vanilleschote aus der Eismasse entfernen und, bis auf 3 EL, das Aquafaba unterheben. Die Masse dann sofort in die Eismaschine geben. Ist das Eis gut durchgefroren, dieses aus der Maschine holen und in einem Frostfesten Behälter einfrieren. Nun erst die Espressomischung in die Eismaschine füllen. Zuvor noch die restlichen 3 EL Aquafaba unter die Espresso-Amaretto-Mischung heben und in der Eismaschine anfrieren lassen.

Das so entstandene Espresso-Eis gebe ich dann auf die bereits hergestellte Eismasse in dem Behälter und „strudele“ sie mit einem Löffel unter. Dabei entsteht ein ansprechendes, weiß-bräunliches, Muster ⬆️. Zum Schluss das Eis mit Rohkakao bestäuben und ebenfalls grob „unterstrudeln“. Nachdem durchfrieren ist euer veganes Tiramisu-Eis fertig! ☕️☕️😋

Bratquitte mit Streuseln

Es ist Quittenzeit und nachdem ich letztes Jahr bereits mein Quittenbrot hier vorgestellt habe, gibt es auch 2017 wieder ein leckeres Rezept mit meiner Lieblingsfrucht: Bratquitte mit Butterstreuseln und Vanillesauce. Mmmm – ein Fest für die Sinne. Im Ofen weich gegart, steht die leicht exotisch schmeckende Quitte dem Apfel in gar nichts nach. Nein, im Gegenteil. Ihr elegant-fruchtiger Geschmack ist mal etwas ganz anderes als der ewige Bratapfel und kam bisher bei allen gut an. Auch Veganer werden mit diesem Rezept glücklich, denn die verwendete Butter lässt einfach durch Pflanzenmargarine ersetzen.

Für 4 kleine Portionen benötigt man:

Für die Bratquitten:

  • 2 größere Quitten
  • 3 EL Zitronensaft
  • 4 EL Rohrohrzucker
  • 4 EL Rum
  • 1 TL Zimt
  • 4 EL Quittengelee
  • ein kleines Stück Butter (oder Margarine) für die Butterflöckchen

Für die Streusel:

  • 50 Gramm weiche Butter (für eine vegane Variante einfach Pflanzenmargarine verwenden)
  • 100 Gramm feines Weizen- oder Dinkelmehl
  • 50 Gramm Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz

Dazu:

  • Vanillesoße oder Vanilleeis (kann man auch wunderbar selbst herstellen – Rezept hierzu folgt)

Die Quitten hälfteln und das Kerngehäuse mit einem Messer oder besser einem scharfen Löffeln entfernen. Das ist die aufwendigste Arbeit mit der Bratquitte, denn das Kerngehäuse meiner Lieblingsfrucht ist wirklich sehr, sehr hart. Die Quittenhälften schälen (mache ich bewusst erst nach dem Aushöhlen, da die Schale der Frucht Stabilität gibt und beim Entfernen des Gehäuses oft Kraft gefragt ist – die Quitte bleibt so vor dem Zerbrechen besser geschützt). Direkt nach dem Schälen mit dem Zitronensaft bepinseln. Aus Zucker, Rum, dem Quittengelee und Zimt eine Marinade herstellen und diese in eine feuerfeste Form geben. Die Quitten darauf betten und sie gut mit der Marinade bestreichen. Nun auf jede Quitte eine große Butterflocke (oder Margarine) setzen und bei 180 Grad für ungefähr 40 Minuten im vorgeheizten Ofen weich garen. Die Quitten zwischendurch regelmäßig mit dem heißen Sud bestreichen, der sich in der Form bildet. Übrigens: Der verwendete Quittengelee wurde aus dem Kochwasser der Quitten zubereitet das letztes Jahr bei der Zubereitung des Quittenbrots angefallen ist. Dieses lässt sich ganz fix zu einem aromatischen Gelee einkochen.

Für die Streusel Butter (oder Margarine), Mehl, Rohrohrzucker und Salz mit den Händen zu einem mürben Streuselteig verarbeiten und erst ca. 10  Minuten vor Ende der Garzeit über die Quitten geben. Goldbraun backen und noch warm mit kalter Vanillesoße oder Vanilleeis servieren.

Vegane Pancakes mit Sauerkirschsauce und Johannisbeeren

Es ist Ende Juni und überall leuchten rote Beeren von Büschen und Bäumen. Bei all dem Überfluss neigt man dazu, das süße Obst gegenüber dem säuerlichen zu bevorzugen; Himbeeren und Erdbeeren zum Beispiel oder die prallen roten Süßkirschen. Für den Frischverzehr sind uns Johannisbeeren und Sauerkirschen  oft doch einfach zu sauer. Ungenutzt sollten sie dennoch nicht bleiben, weshalb ich mir eine leckere Süßspeise ausgedacht habe, zu der säuerliches Obst einen hervorragenden geschmacklichen Kontrast bildet: Vegane Dinkel-Pancakes mit Sauerkirschsoße und roten Johannisbeeren.

Für 6 – 7 Portionen habe ich verwendet:

Für die Sauce:

  • drei Hände voll Sauerkirschen
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Rum
  • Agavendicksaft (nach Belieben)

Für die Pancakes:

  • ca. 250 gr Dinkelmehl
  • 50 ml Rapsöl
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • Agavendicksaft (nach Belieben)
  • Sprudelwasser

Außerdem:

  • 1 Päckchen vegane Soja-Schlagsahne (am besten ein Produkt, das mit möglichst wenig unnötiger Chemie auskommt)
  • eine kleine Schüssel roter Johannisbeeren

Die Sauerkirschen entkernen und mit Zitronensaft und Rum aufkochen. Danach pürieren und Agavendicksaft zufügen, bis die gewünschte Süße erreicht ist. Noch einmal kurz aufkochen und erkalten lassen.

Für die Pancakes Mehl mit Vanille, Salz und Backpulver mischen. Danach Öl und Agavendicksaft zugeben. Kleine Mengen Sprudelwasser hinzufügen und gut verrühren, bis der Teig die typische, zähflüssige Pfannkuchenkonsistenz hat. Nun in heißem Rapsöl kleine Pancakes ausbacken:

Kleiner Tipp: Die Pancakes sind zwar schön fluffig, aber nicht ganz so elastisch wie Pancakes mit Ei. Daher vorsichtig wenden, damit sie nicht reißen! Die warmen Pancakes mit der Soja-Schlagsahne und der erkalteten Sauerkirschsauce anrichten. Oben drauf die frischen Johannisbeeren und ein Melisseblättchen geben –  et Voilá!

 

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