Schlagwort: Floristik

Weihnachtlicher Außenkranz

Und noch eine kleine Inspiration gibt es heute von mir: Einen weihnachtlichen Außenkranz!

Ist der nicht hübsch? Absolutes Pro: Er war wirklich einfach und schnell zu machen. Alle Materialien habe ich in Feld- und Wald gefunden oder sie fielen beim Herbstschnitt im Garten an. Die kleinen Äpfelchen findet man jetzt überall in den Streuobstwiesen im Feld. Sie sind nicht geerntet worden, da sie zu klein sind oder es handelt sich dabei schlicht um Holzäpfel, deren Verarbeitung sehr aufwendig ist. Ich finde diese kleinen Äpfelchen jedoch so dekorativ, dass ich mir immer gerne welche davon mit nach Hause nehme.

Für den Außenkranz habe ich einfach eine ganze Menge Äpfelchen, wie Perlen, auf einen robusten Blumendraht aufgefädelt. Zuvor habe ich auf einen großen Strohrömer grob alles aufgebunden, was vom Gartenschnitt noch übrig war, vor allem Tannen- und Buchszweige. Um die lichten Stellen habe ich, ebenfalls mit Blumendraht,  ein paar schöne Tannenzapfen gewickelt. Zum Schluss wurde die „Apfelkette“ drapiert und ein paar Hagebuttenzweige kamen als Farbtupfer auch noch hinzu. 🍎🍏

Eine schnelle und kostengünstige Deko mit Eyecatcher-Potenzial, die den ganzen Winter über hält! ❄️

Mein Adventskranz 2018

Es ist wieder soweit: Die Adventszeit steht kurz bevor. Mit meinem Adventskranz bin ich in diesem Jahr recht früh dran – aber besser so, als auf die letzte Minute. Wie man einen Adventskranz bindet, habe ich ja bereits in diesem Artikel aus dem Jahr 2016 beschrieben. Die Technik ist grundsätzlich einfach und der fertige Kranz kann nach persönlichen Vorlieben individuell ausgestaltet werden. Dafür möchte ich euch heute einfach eine kleine Inspiration da lassen: Meinen Adventskranz 2018…

In diesem Jahr habe ich meinen Kranz ein wenig in Richtung Shabby/Vintage gestaltet. Auch habe ich keine vier, sondern nur eine große Kerze in der Mitte verwendet. Der Kranz bildet den Rahmen für den Kerzenleuchter im Shabbychic-Stil. Um das ganze nicht zu altmodisch wirken zu lassen, habe ich zwei Eukalyptuszweige eingearbeitet – das silbrige Laub des Eukalyptus harmonisiert wunderbar mit den ruhigen Farbtönen, gibt dem Kranz aber zugleich etwas „Frische“.

Den Kranz habe ich mit Nordmanntanne, Buchs, Efeubeeren, weißem Heidekraut und Wacholder gebunden. Ausdekoriert wurde später mit kleinen Mispelfrüchten (Restbestände aus dem Garten) und Eukalyptuszweigen. Kleine weiße Porzellanvögel, Dekonadeln mit weißem Perlkopf und verschiedene kleine Glaskugeln in Weiß- und Cremetönen (matt und glänzend gemischt) gaben dem Kranz sein Finish.

Viel Freude beim Nachmachen, wünscht euch Violet! 💜

Kleiner Herbstkranz

Heute lasse ich euch eine kleine Inspiration da: Diesen hübschen kleinen Herbstkranz habe ich gestern gemacht und zwar überwiegend aus Gartenabfällen! Es ist immer wieder erstaunlich, was beim Schneiden von Bäumen und Sträuchern an hübschem Deko-Material anfällt; viel zu Schade zum Wegwerfen! Den Rohling für den Kranz bilden auch hier wieder entlaubte Efeuranken, die mit Drahtresten fixiert wurden. Horstensienblüten, Buchs, Sedum und Olivenzweige sind beim Herbstschnitt angefallen. Die kleinen Holzäpfelchen habe ich, wie auch die Hagebutten, von einem Spaziergang mitgebracht. Der Kranz hat einen Durchmesser von ca. 18 cm und war im Handumdrehen fertig!

Wer es etwas größer und aufwändiger haben möchte, der kann sich ja noch mal meinen großen Herbstkranz von letztem Jahr ansehen! Als Türkranz hielt er sich lange bis in den Winter an der Haustür meiner Mutter. Viel Spaß beim Nachmachen!

Herbstlicher Türkranz

Nebelschwaden, Regen, fallende Blätter – es ist nicht mehr so schön draußen, wie noch vor ein paar Wochen. Die Natur bereitet sich auf ihren Winterschlaf vor, aber noch finden wir genügend kleine Schätze draußen, die wir uns ins warme Haus holen können um uns das triste Grau etwas zu erhellen. Als kleine Inspiration möchte ich euch diesen Herbstkranz zeigen, den ich gestern Abend angefertigt habe. Alle Materialien stammen aus dem Garten oder ich habe sie bei Spaziergängen am Feldrand entdeckt. Als Füllgrün habe ich Scheinzypresse, Kiefer und Buchsbaum verwendet. Unterschiedliche Hortensienblüten, Hagebutten in verschiedenen Formen, Lavendel, Heidekraut, Efeubeeren und Fetthenne bilden den bunten Schmuck des Kranzes. Zusätzlich habe ich auch die bemalten Eichelhütchen und die gesammelten Strohblumen eingearbeitet. Die Bindetechnik ist die gleiche wie beim Anfertigen des Adventskranz.


Erlaubt ist, was gefällt. Aber grundsätzlich sollten alle verwendeten Materialien gut eintrocknen. Pflanzen, die nach ein paar Tagen zu schimmeln beginnen oder ihre Farbe und Form vollständig verlieren, sind zum Kranzbinden nicht geeignet. Mit einer Steckklammer könnt ihr nach Fertigstellung z. B. ein Band am Strohrömer befestigen und euren Kranz an die Tür hängen. Kleiner Tipp: Mit handelsüblichem Haarspray eingesprüht, bleiben die Farben länger frisch und der Glanz verleiht dem Kranz noch mehr Frische.

  

Viel Spass beim Nachmachen.

Winterkranz mit Efeubeeren

Es ist Februar. Und obwohl sich schon die ersten Schneeglöckchen zeigen, befinden wir uns kalendarisch noch mitten im Winter. Zeit für etwas Grün. Aus schwarzen Efeubeeren und -blättern lässt sich zu dieser Jahreszeit ein vielfältig dekorierbarer Winterkranz anfertigen:

Der Kranz lässt sich relativ fix umsetzen. Man benötigt eigentlich nur ein paar Efeuzweige mit schönen, schwarzen Beeren und ein paar Efeuranken für den Rohling. Dann noch den restlichen Blumendraht vom Weihnachtkranz aus dem Schrank kramen und in nicht mal 20 Minuten ist das haltbare Dekostück fertig.

Zunächst fertigt ihr einen lockeren Rohling aus Efeuranken an.  Diesen umwickelt ihr dann Stück für Stück mit den Efeuzweigen:

Der Kranz ist sehr vielfältig verwendbar. Man kann ihn sowohl im Innenbereich dekorieren, als auch im Außenbereich.  Er macht sich gut als Türkranz, Rahmung für ein Teelicht oder in Kombination mit ersten Frühlingsblühern auf dem Balkon. Durch die schwarzen Beeren wirkt der Kranz sehr edel und würdevoll – daher wäre er auch als Grabschmuck auf dem Friedhof denkbar.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Adventskränze selbermachen

Juhu – wir kommen langsam in die Adventszeit! Wieder ein Anlass, um sich frisches Grün ins Haus zu holen. Damit die Wartezeit auf den Weihnachtsbaum nicht so lange ausfällt, kommt vier Wochen vorher schon mal der Adventskranz in die Stube. Das Kranzbinden macht mir persönlich unheimlich viel Spass und so ist es über die Jahre zu einer Art Paradedisziplin von mir geworden. Familie, Freunde, Verwandte und Bekannte werden jedes Jahr mit individuellen Kränzen und Gestecken bedacht – je nach dem, wie viel Zeit ich dafür erübrigen kann. Die grundlegende Technik ist ganz einfach zu lernen und mit ein bißchen Geschick und Kreativität kann man wirklich ganz tolle Sachen machen.

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Man benötigt eine Rolle Blumendraht (im Bau- oder Gartenmarkt und in vielen Drogerien erhältlich), einen Rohling (ich nehme am liebsten die fertigen Stroh-Römer.  Aus Efeuranken oder Stroh kann man aber auch wunderbar selbst welche herstellen. Vorteil: Man kann Umfang und Durchmesser des Kranzes selbst bestimmen und spart auch noch Geld). Außerdem eine Gartenschere, einen Seitenschneider (zum Abknipsen des Drahts) und natürlich viel Grün. Nordmann- oder Blautanne und Scheinzypresse sind hier die Klassiker. Ich variiere gerne und binde Efeubeeren, getrocknete Hortensienblüten, Buchsbaum oder auch mal Eukalyptusblätter mit ein. Erlaubt ist, was gefällt – das Grün sollte allerdings gut eintrocknen und nicht nadeln oder gar vor Weihnachten vom Blattstiel fallen.

Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, wird der Blumendraht zunächst fest am Rohling verdrahtet. Dann schneidet man sich einige kleine „Sträußchen“ vom Tannengrün zurecht und bindet sie an den Rohling (Draht gut festziehen). Gebunden wird dabei immer von außen nach innen. Man sollte während des Bindens immer die Form im Auge behalten, damit der Kranz auch schön gleichmäßig rund wird und nicht seine Form verliert – so brauch man an den Außenrändern z. B. immer längere und kräftigere „Sträußchen“ als an den Innenrändern.  Pro Durchgang bindet man grundsätzlich in drei Etappen: Zunächst wird die Außenseite des Kranzes bedeckt, dann die Mitte und schließlich die Innenseite. Anschließend wird der Draht auf der Unterseite durchgezogen und, wenige Zentimeter versetzt, von Neuem begonnen; bis der Kranz fertig ist.

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Am Ende angekommen, zieht man den Draht noch einmal fest, schneidet ihn etwas länger ab und verdrahtet ihn gut. Evtl. entstandene kleine Lücken und Unregelmäßigkeiten können im Nachhinein noch kaschiert werden, indem man geziehlt einzelne Zweige zurecht schneidet und an der betreffenden Stelle damit „nachsteckt“.  Tipp: Um die Haltbarkeit des Kranzes zu verlängern und ihm darüber hinaus einen schönen Glanz zu verleihen, kann man ihn nach dem Binden großzügig mit Haarspray einsprühen.

Ist der Kranz fertig gebunden, kommt der vielleicht schönste Teil: Das Verzieren mit Kugeln, Kerzen, Figuren, Glitzer oder was immer das Herz begehrt. In mein diesjähriges Modell habe ich beispielsweise Baumflechten und Anissterne mit eingearbeitet:

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Hier noch ein paar Inspirationen aus den letzten Jahren:

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Viel Spass dabei!

Herbstkränze aufhübschen

Ja, es ist soweit. Es wird wieder Herbst. Zugegeben: Die jährliche Umstellung auf kürzere Tageslicht-Phasen, Nebel und Kälte gehört nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Aber der Herbst liefert auch Vieles, was sich mit ein bisschen Geschick im Handumdrehen zu wunderschöner Deko verarbeiten lässt. Auf diese Weise holen wir uns die Natur ins Haus und erfreuen uns noch ein wenig länger an ihr.  Mein immer wiederkehrender Favorit ist dabei der Kranz. Hierbei greife ich entweder auf klassisches Kranzbinden zurück oder auf die hier bereits beschriebene Version mit den Efeuranken. Diese Efeuranken-Kränze sind erstaunlich haltbar und können sehr lange wieder verwendet werden. Mit ein paar Handgriffen lassen sie sich darüber hinaus schnell in eine völlig neue Version verwandeln. Wie einfach das geht, zeige euch an diesem Exemplar aus dem letzten Jahr:

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Der Kranz war seit seiner Entstehung vor einem Jahr bei jeder Witterung draußen – dafür sieht er immernoch dekorativ aus. Natürlich ist er hier und da ein wenig brüchig geworden und einige Ranken haben sich gelöst und stehen heraus. Ich suche mir daher in einem ersten Schritt ein paar, möglichst lange, Efeuranken um den Kranz noch einmal damit zu fixieren. Allzu brüchige Teile nehme ich vorher heraus oder schneide sie ab. Ob ihr die Efeublätter entfernt oder nicht, hängt davon ab, wie ihr euren Kranz gestalten wollt – in diesem Fall habe ich einige wenige an den Ranken belassen:

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Nachdem der Kranz nun wieder mehr Stabilität hat, kann mit der eigentlichen Deko begonnen werden. Ich finde meine Inspiration dafür oft  bei Spaziergängen. Je nach dem, was die Natur mir anbietet, fallen meine Kränze immer etwas unterschiedlich aus. Was eigentlich immer hübsch aussieht und sich mit fast allem kombinieren lässt, sind die Zweige des Korkenzieherhasel. Aber auch Moos, Zweige mit Flechten, leuchtende Beeren und Früchte, farbige Blätter, Nüsse – die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig. Ich habe mich hierbei für das entschieden, was mir mein Garten offeriert hat und herausgekommen ist eine fast schon winterlich anmutendes Arrangement in grün-weiß.

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Korkenzieherhasel, Hopfen, Schneebeeren, Efeublüten und ein paar Flechten, die ich mit ein paar Handgriffen auf den Kranz drapiert habe. Zunächst verschlingt man dabei die Korkenzieherhasel-Zweige in den Efeuranken. Man achte dabei auf die Stabilität – soll der Kranz lediglich als liegende Deko dienen, dann reicht es, wenn die Zweige festgeklemmt werden. Wer den Kranz aufhängen möchte, sollte die Zweige zusätzlich an nicht sichtbaren Stellen mit dünnem Draht fixieren. Ebenso verhält es sich mit den anderen Deko-Materialen, die in einem zweiten Schritt angebracht werden. Wichtig ist, immer die Form des Kranzes und die Ausgewogenheit der einzelnen Komponenten im Auge zu behalten: Beeren, Zweige und Blüten sollten die runde Form optisch gut unterstützen und ihre Verteilung auf dem Kranz sollte ausgewogen sein.

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Mit einem Windlich in der Mitte beleuchtet so ein Kranz Terrasse und Balkon auch dann noch, wenn die Sonne bereits am untergehen ist. Hübsch sind sie natürlich auch im Innenbereich. Ich verwende sie gerne als „Obstschale“, indem ich Früchte in die Mitte lege.

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Viel Freude beim Nachmachen!

Jetzt Strohblumen ernten

Ja, es ist erst August und ja, der Sommer ist noch längst nicht vorbei. Dennoch ist jetzt erfahrungsgemäß die beste Zeit um schon mal die ein oder andere Beigabe für wunderschöne Herbstgebinde sicherzustellen. Zum Beispiel die klassische Strohblume. Altbacken und total von gestern? Zugeben: Auch mir kommen dabei immernoch die Bilder von verstaubten Sträußchen in der Oma-Vitrine. Muss aber nicht sein. Man kann die Strohblume mit ein bißchen Kreativität ganz wunderschön kombinieren. Ohne Oma, ohne Staub. Versprochen.

Jetzt, wenn es noch relativ trocken ist, ist erfahrungsgemäß die beste Zeit zum Ernten. Nässe und Regen setzen den Blümchen nämlich ordentlich zu und dann kann man sie nicht mehr verwenden. Also am besten bei Trockenheit abernten und sich dabei nur auf die Knospen und die jungen Blüten konzentrieren:

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Grüne Blätter entfernen und zuhause am besten an einem trockenen, nicht allzu hellen, Ort auf ein Papier legen. Die Blüten öffnen sich nun in den nächste nTagen und Wochen noch etwas; weshalb man auch geschlossene Blüten verwenden sollte. Die bereits geöffneten sehen nach kurzer Zeit alt und müde aus. Übrigens kann man das auch mit Hortensienblüten machen. Viele Sorten (gerade die rot-grünen) werden praktisch überhaupt nicht braun und sehen dann ganz wunderbar in Weihnachtsgestecken aus. Aber gut: Bis dahin ist jetzt wirklich noch Zeit.

Die Blümchen lassen sich dann gut in einigen Wochen als kleine Farbtupfer in Herbstgebinden einsetzen. Dazu komme ich dann zur gegebenen Zeit. Hier schon mal ein kleines Beispiel vom letzten Jahr:

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Übrigens: Strohblumen waren unseren Vorfahren eher als „Immortellen“ (also „Unsterbliche“) bekannt. Dieser Name klingt bedeutend poetischer als „Strohblume“. Interessant finde ich auch, dass in Theodor Fontanes Roman Irrungen und Wirrungen die Immortelle Erwähnung findet und von einem „Blumenfräulein“ als „ganz aus der Mode“ bezeichnet wird. Fontanes Text ist von 1891: Offenbar war die Strohblume also schon immer irgendwie out.

 

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