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Alabama Peach Biscuits

Sonntagmorgen. Der Geruch von frischen Zimtbrötchen steigt ällmählich aus dem Ofen und wabert ganz langsam von der Küche ins Schlafzimmer hinüber. Sanft verbreitet er sich im ganzen Raum, wird intensiver und kitzelt uns schließlich zärtlich in der Nase: „Aufstehen“ haucht er sanft – „Es lohnt sich!“ 😌 Auf mich wirkt der Geruch von frischen heißen Zimtbrötchen wie der Gesang einer Sirene: Ich kann, wenn überhaupt, nur schwerlich widerstehen. Und je kälter und freundlicher es draußen ist, desto magischer ihre Anziehungskraft. Aber gut: Zimtbrötchen gibt es heute nicht direkt, sondern etwas, was ich als eine Variante davon beschreiben würde: Alabama Peach Biscuits. 🍑 🍑 🍑

Peach Biscuits: Frisch aus dem Ofen

Das Rezept in seiner Urform (ich wandle ja immer etwas ab), habe ich bei einer US-amerikanischen Bloggerin gefunden, die im Süden der USA lebt. Da Alabama „Pfirsichland“ ist, vermute ich, dass sich dort diese Regionalvariante eines gefüllten Scones entwickelt hat – der Teig ist nämlich ein klassischer Scones-Teig. Pfirsiche, Scones und Zimt: Das muss ja gut werden, dachte ich. Und in der Tat, kann ich diese exotische Version eines „Zimtbrötchens“ nur empfehlen. Übrigens: Das Rezept lässt sich auch ganz einfach vegan zubereiten – die Zutaten für die vegane Version schreibe ich euch einfach nebendran…

🍑 Für etwa 16 große Peach Biscuits habe ich verwendet:

  • 3 frische Pfirsiche
  • 230 g bio Butter (oder vegane Margarine, zum Braten und Backen geeignet)
  • 500 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 100 g Zucker (ich habe eine Mischung von Vollrohr- und Rohrohrzucker zu je 50% verwendet)
  • 2 gehäufte EL gemahlener Zimt
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 300 ml Buttermilch (oder 300 ml Hafermilch)
  • etwas Salz

Zunächst heißes Wasser aufsetzen und die Pfirsiche ganz kurz darin blanchieren. Früchte anschließend schälen, entkernen und in feine Spalten schneiden. Etwa 50 g Butter (oder vegane Margarine) zerlassen und Zimt, eine Prise Salz und 2 EL Zucker zugeben. Anschließend die Pfirsichspalten ganz kurz darin anbraten.

Aus Mehl, restlicher Butter (oder Margarine – sie sollte in jedem Fall möglichst kalt und zu kleinen Würfeln geschnitten sein!), restlichem Zucker, Weinsteinbackpulver, Salz und Buttermilch (oder Hafermilch) einen einfachen Knetteig herstellen. Dieser muss nicht einmal richtig fein sein, im Gegenteil. Ein paar große Butterstückchen darin machen die Biscuits später sogar knuspriger! Den Teig rechteckig ausrollen und die Pfirsiche halbseitig darauf verteilen.

Teig umschlagen und etwas andrücken, dann vorsichtig zurechtschneiden. Meine Biscuits haben bei 180 Grad etwa 20 Minuten gebraucht. Zwischenzeitlich habe ich sie einmal kurz aus dem Ofen geholt, mit der restlichen Buttermilch bepinselt und mit etwas Zucker besprenkelt. Ich empfehle sie lauwarm mit einer großen Tasse Milchkaffee… 😌🧡🍑

Schmecken kalt oder warm: Alabama Peach Biscuits

Brioche-Häschen

🐇 Bevor ich in die Osterfeiertage starte, lasse ich euch noch schnell mein Rezept für diese leckeren Brioche-Häschen da. Das Besondere an dem Teig ist der Quark, der dafür sorgt, dass die Häschen länger locker und saftig bleiben und nicht so schnell trocken werden. Außerdem mag ich den Geschmack von Quark im Hefeteig sehr gerne. Die kleinen Hasen eigenen sich super für den Osterbrunch oder den -kaffee und sind, mit einem kleinen Bändchen um den Hals verziert, auch ein nettes Mitbringsel. Für etwa 6 – 7 Häschen habe ich folgende Zutaten verwendet:

  • 550 g feines Dinkelmehl
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 100 ml bio Milch
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleschotenextrakt
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale (unbehandelt!)
  • 1/2 bio Ei
  • 30 g Butter
  • 30 ml neutrales Öl
  • 200 g Quark (Halbfettstufe)
  • ein paar Rosinen (für die Augen) und etwas Ei und Milch zum Bepinseln

In einer Backschüssel Mehl, Zucker und Salz gut miteinander vermischen. Parallel die Milch lauwarm erhitzen, eine gute Prise Zucker zugeben und die zerkrümmelte Hefe unterrühren. Ein paar Minuten stehen lassen. Dann zur Mehlmischung geben. Außerdem Butter, Quark, Öl, Ei, Zitronenschale und Vanilleschotenextrakt zufügen und alles gründlich miteinander verkneten. Den fertigen Teig dann abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1,5 Stunden gehen lassen.

Den Teig erneut gut durchkneten und in 6 – 7 etwa gleich große Portionen teilen. Aus etwa 2/3 einer Teigportion eine lange Schlange formen und diese zu einer Schnecke rollen. Aus dem Rest des Teiges wird dann ein Schwänzchen und der Kopf geformt. Als Auge bekommt jedes Häschen eine Rosine. Die fertig geformten Häschen dann abgedeckt noch mal etwa 30 Minuten gehen lassen, mit der Ei-Milchmischung bepinseln und bei 180 Grad etwa 25 Minuten goldbraun backen. Guten Appetit! 🐇

Lecker mit Butter und Marmelade oder einfach pur: Brioche-Häschen mit Quark

Perfekt für den Osterbrunch: Heidelbeer-Buttermilch-Scones

Eigentlich bin ich immernoch im Frühjahrsfasten-Modus. Aber ab und zu muss man sich was gönnen und was könnte schöner sein, als die ersten sonnigen Tage des Jahres mit Ausschlafen und anschließendem Frühstück in der warmen Frühlingssonne zu beginnen? Warme Scones, frisch aus dem Ofen, mit vielen leckeren Heidelbeeren, dazu ein Bol Milchkaffee – mehr brauch es für mich gar nicht.

Warum sich Scones, ein klassisches britisches Teegebäck, in Deutschland nie so richtig durchgesetzt haben, ist mir bis heute ein Rätsel. Sie sind so leicht und schnell zuzubereiten und man kann sie scheinbar endlos variieren. Herzhaft oder süß, mit Früchten, Schokolade, Nüssen oder Kräutern: Scones sind immer lecker, außen Cross und innen herzlich saftig – und das bleiben sie auch lange. Super zum Picknick, als Reiseproviant oder natürlich zum Nachmittagskaffee (oder Tee). Zum Frühstück, für Gäste oder zum Osterbrunch: Scones sind immer eine gute Idee! Heute stelle ich euch diese einfache, aber wahnsinnig leckere, Variante vor: Heidelbeer-Buttermilch Scones! Falls ihr noch etwas außergewöhnliches für den diesjährigen Osterbrunch sucht: Ihr seid gerade fündig geworden!

Lecker zum Osterbrunch: Lauwarme Scones mit Heidelbeeren

Für 8 große Scones benötigt ihr:

  • 350 g feines Dinkelmehl
  • 1/2 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • 90 g Rohrohrzucker (auch brauner Zucker wird gerne verwendet)
  • 90 g kalte bio Butter in kleinen Würfeln (möglichst direkt aus dem Kühlschrank)
  • 200 ml bio Buttermilch
  • 100 – 150 g gefrorene oder frische Heidelbeeren
  • optional: etwas Vanilleschotenextrakt oder Vanillemark

Die Zubereitung ist ganz einfach. Zunächst den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Anschließend Mehl, Backpulver, Salz, Zucker und Vanille in einer Backschüssel gut miteinander vermischen. Nun die Buttermilch und die Butterwürfelchen zugeben und alles miteinander verkneten. Ich mache das mit den Händen. Übrigens: Es ist sogar empfehlenswert, wenn die Butter nicht 100 % homogen untergearbeitet wird, sondern noch kleine Stückchen im Teig vorhanden sind! Der Teig sollte zwar weich und „smooth“ sein, aber nicht mehr kleben. Wenn das der Fall ist, können die Heidelbeeren vorsichtig eingearbeitet werden. Ich verwende zu dieser Jahreszeit gefrorene Heidelbeeren aus nachhaltigem bio Anbau, die ich vorher kurz in Mehl wälze (das verhindert ein zu starkes „Ausbluten“ der Früchte und das Verfärben des Teigs). Wenn die Heidelbeeren eingearbeitet sind, den Teig zu einem großen runden Ball formen und auf etwa 3 – 4 cm platt drücken. Wie eine Pizza in Stücke schneiden (8 Stück) und auf dem Backbleck noch mal dick mit

Die Scones vor dem Backen dick mit Buttermilch bepinseln

Buttermilch bepinseln. In den Ofen stellen und nach 20 – 25 Minuten herausholen. Mmmm…   Wer es zum Osterbrunch eher klassisch mag, dem sei an dieser Stelle mein Rezept für saftiges Osterbrot ans Herz gelegt. Guten Appetit!

Dominosteine

Der Weihnachtsbackmarathon 2018 in der Kategorie „Kleingebäck“ geht in die seine letzte Runde… Kommen wir zu einem Backwerk, dass ich dieses Jahr zum erstem Mal selbstgemacht habe: Dominosteine

Ich sage es gleich: Die sind ein bißchen aufwendiger, als z. B. meine Bethmännchen. Der Aufwand lohnt sich aber allemal und außerdem ich wollte dieses Jahr zu Weihnachten unbedingt meinen selbstgemachten Quittengelee einsetzen. Die Dominosteine bestehen aus drei Schichten: Lebkuchen, Geleeschicht und Marzipan. Ummantelt wird das ganze dann noch mit Zartbitterschokolade und – in meinem Fall – mit weißer Schoki verziert. Sie sind wirklich toll geworden und ein absolutes Highlight auf dem Plätzchenteller. Endlich Dominosteine, die aromatisch aber nicht extrem übersüßt sind! Für meine Dominosteine benötigt ihr folgende Zutaten:

⭐️ Für den Lebkuchen:
120 g Imkerhonig
20 g Vollrohrzucker (Sucanat)
50 g bio Butter
1 bio Ei
150 g Dinkelmehl Typ 630
2 TL Weinsteinpackpulver
1 Prise Salz
1,5 EL Lebkuchengewürz (meines war selbstgemacht und bestand aus 1/2 TL Zimt, 1/2 TL Kardamom, 1/4 TL Ingwer, 1/4 TL Muskat und je eine gute Prise Nelken, Piment und Macis)
1 EL Rohkakao

⭐️ Für die Geleeschicht:
500 g Quittengelee
200 ml Apfeldirektsaft (naturtrüb)
2 Päckchen pflanzliches Geliermittel (z. B. von Nicol Gärtner)

⭐️ Für die Marzipanschicht und die Glasur:
400 g Marzipanrohmasse
400 g Zartbitterkuvertüre
2 EL Kokosöl
Evtl. etwas weiße Kuvertüre zur Verzierung

Beginnen wir mit der Geleeschicht. Dafür zunächst die Form (ich habe zwei Brownie-Formen benutzt) mit Klarsichtfolie auslegen. Den kalten Apfelsaft mit dem Geliermittel in einem kleinen Topf verrühren. Quittengelee hinzugeben und unter Rühren aufkochen. Etwas abkühlen lassen und den Gelee in die Formen füllen. Nachdem der Gelee erkaltet ist, die erstarrte Masse aus der Form nehmen und beiseite legen. Backformen einfetten. Mehl, Backpulver, Salz, Lebkuchengewürz und Kakao in eine Backschüssel sieben. In einem Topf Honig und Vollrohrzucker solange erhitzen, bis sich alles aufgelöst und miteinander verbunden hat (nicht kochen!). Die Butter hinzugeben und alles zu einer gleichmäßigen Masse verrühren und auf die Mehl-Mischung geben. Ei hinzufügen und alles gut miteinander zu einem feinen Teig verkneten. Lebkuchenteig gleichmäßig in den Formen verstreichen und bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Nachdem der Lebkuchen ausgekühlt ist, kann dieser aus der Form genommen werden. Die erstarrte Geleeschicht vorsichtig aus der Folie nehmen und auf den Lebkuchen legen (evtl. den Lebkuchen vorher noch mal leicht mit Quittengelee einpinseln, damit die feste Geleeschicht besser haftet). Marzipanmasse etwa 0,5 cm dick ausrollen und auf die Geleeschicht legen. Mit einem scharfen Messer den großen „Kuchen“ in kleine Würfel schneiden. Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und mit dem Kokosöl verrühren. Die Würfel mit der flüssigen Kuvertüre übergießen und auf ein Pralinengitter setzen. Nachdem die Schokolade fest geworden ist, könnt ihr mit sie dann mit der weißen Kuvertüre verzieren. Die weiße Kuvertüre dafür ebenfalls mit etwas Kokosöl schmelzen und auf den Dominosteinen verteilen.

Ich mag die Dominosteine am liebsten direkt aus dem Kühlschrank – dann ist die Schokolade schön knackig! Viel Spaß beim Ausprobieren! 😋⭐️

Holländische Hausfreunde

Ihr Lieben! Neben den Dominosteinen findet sich in diesem Jahr noch ein Novum auf meinem Plätzchenteller: Die sog. „Holländischen Hausfreunde“. Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal davon gehört und fand den Namen recht witzig für ein Plätzchen. Offenbar handelt es sich dabei um ein typisch niederländisches Weihnachtsgebäck. Alle Zutaten haben mich sehr angesprochen, weshalb ich sie dann auch direkt ausprobiert habe. Ich wurde nicht enttäuscht: Die holländischen Hausfreunde sind wirklich sehr lecker und ich frage mich warum ich nicht schon früher von ihnen gehört habe… 🤔

⭐️ Für die Hausfreunde benötigt ihr:

  • 200 g Dinkelmehl Typ 630
  • 65 g Rohrohrzucker
  • etwas Vanillemark
  • 1 bio Ei
  • 165 g kalte bio Butter in Stücken
  • ca. 100 g Aprikosenkonfitüre mit möglichst hohem Fruchtgehalt
  • 1 EL Kokosöl
  • 200 g Marzipanrohmasse
  • 200 g Zartbitterkuvertüre
  • einige Walnusshälften

Aus Mehl, Zucker, Vanillemark, Ei und Butter einen klassischen Mürbeteig kneten und diesen für 2 – 3 Stunden zum Ruhen in den Kühlschrank legen. Danach den Teig dünn ausrollen und kreisrund ausstechen. Die Butterplätzchen bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen.

Nach dem erkalten je eine Schicht Aprikosenmarmelade und eine aus Marzipan zwischen zwei Plätzchen legen. Dafür die Marzipanmasse dünn ausrollen und ebenfalls kreisrund ausstechen. Nach dem Schema „Keks-Marzipan-Marmelade-Keks“ vorgehen. Zum Schluss die Kuvertüre mit Kokosöl im Wasserbad schmelzen und die Hausfreunde mit der Schokolade überziehen. zur Deko eine Walnusshälfte auflegen. Fertig. 😀⭐️🕯️

Frankfurter Bethmännchen

Weiter geht´s mit dem Backmarathon. Am vergangenen Wochenende war ich sehr produktiv und habe neben Spitzbuben und Citronelli auch diese Bethmännchen gemacht…

 

Bethmännchen wecken bei mir weihnachtliche Kindheitserinnerungen, denn als gebürtiges Frankfurter Mädchen gab es diese Spezialität an Weihnachten immer bei uns zuhause. Da sie als echte Frankfurter Spezialität gelten, lassen Cafés und Konfiserien sich die kleinen Leckerbissen fürstlich bezahlen. Mitunter finde ich die verlangten Preise sogar ziemlich unverschämt. Bethmännchen sind aber so einfach selbst herzustellen, dass ich sie niemals kaufen würde. Alles, was ich verwende, sind blanchierte Mandeln und Marzipanrohmasse. Dazu kommt etwas Eigelb zum bestreichen. Lässt man das Eigelb weg oder bestreicht die Bethmännchen einfach mit etwas Sojasahne, erhaltet ihr ein tolle vegane Weihnachtsleckerei!

Ich mache die Bethmännchen seit vielen Jahren und erinnere ich mich gut daran, dass mein erster Versuch eine absolute Enttäuschung war: Ich hatte ein Rezept aus dem Internet ausprobiert und das Marzipan mit Eischnee und Mehl vermischt. Das funktionierte überhaupt nicht. Die Bethmännchen verliefen total und wurden zu Marzipankeksen. Ich bin daher dazu übergegangen, lediglich eine hochwertige Rohmasse zu verwenden. Das schmeckt meiner Meinung nach am besten und ist formstabil. 😉  Wer die Masse etwas strecken möchte, kann natürlich noch ein wenig feines Mehl hinzugeben. Die Bethmännchen werden dann noch fester.

Für meine Variante aus der Rohmasse einfach einige Marzipankugeln formen (etwa 2 cm Durchmesser). An jede Kugel in ebenmäßigen Abständen drei blanchierte Mandeln andrücken – so erhaltet ihr fast automatisch die typische Bethmännchen-Form. Eure Bethmännchen dann mit Sojasahne oder verquirltem Eigelb bepinseln und bei 180 Grad etwa 15 Minuten backen. Fertig!

Niedrig im Aufwand, aber groß im Geschmack: Violet´s Bethmännchen 💜

Mandelspritzgebäck

Der vorweihnachtliche Backmarathon geht in die zweite Runde. Heute gab es bei mir einen absoluten Klassiker: Mandelspritzgebäck mit Schokolade.

Die einzige Abwandlung, die ich bei diesem Gebäck vorgenommen habe, ist, dass ich wieder einmal kein Weizen-, sondern Dinkelmehl benutzt habe. Mittlerweile benutze ich grundsätzlich nur noch Dinkelmehl. Ich finde nicht, dass es beim Backen irgendeinen entscheidenden Unterschied macht. Allerdings vertrage ich es deutlich besser. 😊

Für mein Mandelspritzgebäck mit Dinkelmehl habe ich verwendet:

  • 200 g zimmerwarme bio Butter
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 2 EL selbstgemachter Vanillezucker
  • 2 bio Eigelb
  • 1 bio Ei
  • 1 EL Zitronensaft
  • 80  g gemahlene Mandeln
  • 250 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 200 g Zartbitterkuvertüre
  • 1 EL Kokosöl

Für das Aufspritzen benötigt ihr außerdem einen Spritzbeutel und eine Sterntülle. Die Herstellung ist einfach. Aus Butter, Rohrohrzucker, Vanillezucker, Ei, Eigelb, Zitronensaft, Mandeln und Mehl einen ebenmäßigen Teig herstellen. Den fertigen Teig in den Spritzbeutel füllen und verschiedene Muster auf das Backblech spritzen. Die klassischen Formen sind Kringel, Stangen, Tatzen und die typische S-Form.

 

Das Spritzgebäck dann bei 180 Grad etwa 10 – 15 Minuten backen. Nach dem Abkühlen die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und mit dem Kokosöl verrühren. Das Spritzgebäck bis zur Hälfte eintauchen und zum Beispiel auf einem Pralinengitter auskühlen lassen. Fertig! 😊 Dieser Klassiker unter den Weihnachtsplätzchen kommt eigentlich immer gut an und ist ganz einfach in der Herstellung. Viel Spaß beim Backen! 😋🍪🍪🍪

Kolompeh – iranische Safranplätzchen ohne Kristallzucker

Langam nähern wir uns wieder der Adventszeit und damit auch den weihnachtlichen Backwaren. Ich bin ja ein großer Freund von den üblichen Klassikern. Vanillekipferl zum Beispiel oder Spitzbuben. Um beim Adventskaffee aber keine Langeweile aufkommen zu lassen, bin ich immer auch auf der Suche nach etwas Besonderem. In diesem Jahr habe ich mich erstmalig an „Kolompeh“, einem iranischen Safrangebäck mit Dattel-Walnussfüllung ausprobiert.

Vor vielen Jahren hatte mein Vater mal eine Packung dieser besonderen Plätzchen bei einem Feinkosthändler erstanden und alle waren so angetan davon, dass die Packung nach nicht langer Zeit aufgebraucht war. Leider ist dieses traditionelle Gebäck in Deutschland schwer erhältlich. Ich habe zwar immer mal danach Ausschau gehalten, es aber nicht mehr finden können. In diesem Jahr hat es mich dann gepackt: Warum nicht selbst backen? Also habe ich mit der Recherche begonnen und schnell festgestellt, dass es gar nicht so leicht ist, ein Rezept für diese iranische Spezialität zu finden. Schließlich bin ich auf einer englischen Seite fündig geworden und habe sie nachgebacken. Das Ergebnis war recht gelungen. Die Kolompeh schmecken wirklich genau wie damals – vielleicht sogar noch ein bißchen aromatischer. Allerdings war die Herstellung schon recht aufwendig. Zeit und Geduld sind also zwei wichtige Zutaten, wenn ihr beschließt, die Kolompeh zu backen. 😉

🍪 Für den Teig:
– ca. 600 g Dinkelmehl (Typ 630)
– 180 g bio Joghurt
– 2 bio Eigelbe
– 1 TL Weinsteinbackpulver
– 1 TL Safran
– ca. 100 ml heißes Wasser
– 250 g bio Ghee (geklärte Butter)

🍪 Für die Füllung:
– 250 g Dattelpaste
– 100 g fein gemahlene Walnüsse
– 1,5 TL gemahlener Kardamom
– 1,5 TL gemahlener Zimt
– eine Messerspitze gemahlene Nelken
– 1 EL geschmacksneutrales Pflanzenöl

🍪 Rote Bete Pulver und gehackte Pistazien für die Dekoration
🍪 Unerlässliches Zubehör: Ein Keksstempel oder eine Mooncake Press

Beginnen wir mit dem Teig. Dafür habe ich zunächst den Safran mit einem Mörser fein zerstoßen und mit etwa 100 ml Wasser überbrüht. Das Safranwasser abkühlen lassen.

Währenddessen das Ghee schmelzen (wirklich nur schmelzen, nicht zu stark erhitzen) und in eine Backschüssel geben. 500 g Mehl unter das flüssige Ghee rühren. In einem weiteren Gefäß Safranwasser, Eigelbe, Joghurt und Backpulver miteinder verrühren. Das Safran-Joghurt dann in kleinen Teilen unter die Ghee-Mehlmasse heben, bis ein homogener Teig entsteht. Der Teig sollte nicht mehr kleben. Gebt also ruhig noch so lange Mehl hinzu, bis der Teig sich leicht von euren Fingern löst. Anschließend den Teig bei Zimmertemperatur etwas ruhen lassen.

Während der Teig ruht, könnt ihr die Füllung zubereiten. Was ich persönlich an den Kolompeh ganz toll finde: Sie kommen ohne Zucker aus. Die Süße im Gebäck kommt allein durch die Datteln zustande. Mir reicht das völlig. Die dezente Süße lässt Raum für die Gewürze und erschlägt die feinen Aromen nicht. Sehr angenehm. Ich habe für die Zubereitung eine fertige Dattelpaste genommen. Natürlich lässt sich diese auch aus Datteln herstellen. Das ist grundsätzlich nicht schwer – einfach Steine und „Strunk“ der Datteln entfernen und zu einer homogenen Masse verarbeiten. Datteln sind aber sehr klebrig und mein Blender war damit überfordert. Ich habe daher direkt auf die fertige Dattelpaste zurückgegriffen. Die Füllung wird dann insgesamt auch feiner, was ich sehr gerne mag. Zur Dattelpaste dann einfach die (sehr fein gemahlenen) Walnüsse hinzufügen. Mit Kardamom, Zimt, Nelken und Pflanzenöl gut verkneten.

Nun den Safranteig sehr dünn ausrollen. Die Dattelpaste ebenfalls sehr dünn ausrollen. Mit einem großen runden Plätzchenausstecher (ca. 8 cm Durchmesser) zwei Kreise aus dem Safranteig ausstechen. Auch aus der Dattelmasse kleinere Kreise ausstechen (ca. 5 cm Durchmesser). Anschließend den Safranteig mit der Dattelmasse „füllen“. Platziert dafür zwischen den ausgestochenen Safranplätzchen je einen „Dattelkreis“.  Andrücken und schließlich mit dem Keksstempel feste das Muster aufdrücken. Die überstehenden Enden des Plätzchens entweder abschneiden oder mit einem Plätzchenausstecher entfernen.

Offenbar wird der überstehende Teig im Herkunftsland der Kolompeh kunstvoll „verflochten“, wie in einigen iranischen Rezepten zu sehen ist. Ich finde das zwar wunderschön, bin aber nicht geübt darin und habe daher den überstehenden Teig einfach abgeschnitten. Zudem ist es ziemlich zeitaufwendig… Meine fertigen Kolompeh habe ich dann bei 180 Grad etwa 10 Minuten gebacken (sie sollten nicht zu braun werden).

 

Zum Abschluss bekamen meine Kolompeh noch eine kleine Verzierung: Mit Wasser angerührtes Rote-Bete-Pulver sorgte für rote Punkte und Blüten auf den Keksen. Man kann die Kolompeh auch noch heiß mit gehackten Pistazien bestreuen. Verbreitet ist wohl auch das Bestreuen mit Sesam.

Viel Freude mit diesem außergewöhnlichen, zeitaufwendigen, aber absolut lohnenswertem Backwerk aus dem Iran!  Soviel Geschmack und Süße ohne nur eine einzige Prise Zucker – das begeistert mich bei jedem Bissen auf´s Neue! 🍪 🍪 🍪

Vegane Cupcakes

Juhu, endlich Wochenende! Draußen ist es kühl, aber sonnig. Die bunten Blätter der Bäume leuchten im warmen Sonnenlicht und deshalb ziehe ich mir gleich eine dicke Jacke an und mache einen schönen Herbstspaziergang. 😍 Und wenn ich wiederkomme, ist auch schon Kaffeezeit! Zeit für ein paar selbstgemachte Cupcakes! Der Teig ist im Handumdrehen fertig und kann je nach Geschmack variiert werden. Ich liebe dieses Rezept, denn ich kann ganz leicht auf Sonderwünsche Rücksicht nehmen, die Cupcakes sind super locker, bleiben lange saftig und dabei sind sie noch vegan. Das Rezept selbst ist einfach und schnell umzusetzen – also nichts wie los!

Für 12 – 14 Cupcakes (je nach Größe) benötigt ihr:

  • 150 ml neutrales Pflanzenöl
  • 150 g Rohrohrzucker
  • 1 Päckchen Weinsteinbackpulver
  • 1/2 Vanilleschote (das ausgekratzte Mark davon)
  • 150 ml Hafermilch
  • 5  EL Apfelmark
  • 1 Prise Salz
  • 400 g Dinkelmehl (Typ 1050)

Den Grundteig könnt ihr ganz einfach variieren, indem ihr z. B. Folgendes hinzufügt:

  • Zimt-Pflaumen-Cupcakes: 5 Pflaumen, 1/2 Gläschen Pflaumenmus, Zucker und Zimt
  • Apfel-Zimt-Cupcakes: 2 Äpfel, Zimt und Zucker nach Belieben
  • Heidelbeer-Cupcakes: 180 g Blaubeeren (gefroren oder frisch)
  • Schoko-Cupcakes: 5 EL Rohkakaopulver und 80 g gehackte Vivani Feine Bitter Schokolade 71%
  • Himbeer-Cupcakes: 150 g gefrorene Himbeeren

Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Probiert´s aus! 😉

Für diesen herrlich fluffigen Cupcake-Grundteig, mischt zuerst alle trockenen Zutaten in einer Backschüssel zusammen. Anschließend kommen alle flüssigen Zutaten in ein Gefäß (ich nehme immer einen Shaker) und werden ebenfalls gut verrührt.  Nun trockene und flüssige Zutaten zusammenfügen und zu einem Teig verrühren: Fertig ist euer Cupcake-Basisteig! Jetzt könnt ihr die gewünschen Zutaten unterheben und die Cupcakes bei 180 Grad für ca. 20 – 30 Minuten (je nach Größe und Ofen) fertigbacken! Mmmm… 😋

 

Kleiner Tipp: Gefrorene Heidelbeeren oder Himbeeren zuvor kurz in Mehl wälzen und dann in den Teig geben. Auf diese Weise „bluten “ die Früchte nicht aus und euer Teig verfärbt sich nicht!

Viel Spaß mit dem Rezept und guten Appetit!

Citronelli

Italienische Zitronenplätzchen, Citronelli genannt, eröffnen dieses Jahr bei mir die vorweihnachtliche Backzeremonie. Dabei ist Vorsicht geboten, denn Citronelli sind so schön mürbe, locker und zitronig, dass einem gar nicht auffällt, wie viel man davon isst. Gefüllt mit selbstgemachtem Lemon Curd mausern sie sich bestimmt auch schnell zu eurem Kaffeetisch-Liebling.

Für ca. 45 – 50 Citronelli benötigt ihr:

  • Ca. 400 g feines Weizenmehl
  • 200 g weiche Butter
  • 120 g Puderzucker
  • 1/2 TL Vanillemark
  • eine Prise Salz
  • 2 TL abgeriebene Zitonenschale (unbehandelt und bio)
  • 2 Eier
  • 1 kleines Glas Lemon Curd
  • Puderzucker zum Bestäuben der fertigen Plätzchen

Mehl, Butter, Puderzucker, Vanillemark, Salz, Zitronenschale und Ei zu einem Mürbeteig verkneten. Den Teig am besten in Folie einschlagen und für ein paar Stunden, besser noch über Nacht, in den Kühlschrank stellen.

Kleiner Tipp: Den Teigrollen könnt ihr im noch warmen Zustand gleich eine rautenförmige Form verpassen – dann müsst ihr die Plätzchen nachher nicht mehr alle einzeln formen.

Nach der Kühlphase die Folie entfernen und den Teig in ca. 1 cm dicke Plätzchen schneiden. Ich forme nun die Citronelli noch mal ein wenig nach, damit sie ihre typische Zitronenform erhalten und mache mit einem Löffel eine Vertiefung in die Mitte. In diese Mulde gebe ich dann ca. 1/2 EL Lemon Curd.

Nun kommen die Citronelli bei 180 Grad ca. 8 – 12 Minuten in den Ofen. Nach dem sie ausgekühlt sind, könnt ihr sie noch mit Puderzucker bestäuben und… genießen!

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